Gottesdienst Weihnachtsfeiertage

Verbunden durch Liebe und Internet/ Christfesttage 2020,

Pfarrerinnen. Anette Prinz und Irmtraud Aebert,
Musik : Susanne Weingart-Fink

GOTT sei mit dir: als Quelle der Liebe; als Gnade, die Mensch wird; als Kraft, die Leben schafft.

Gott wird Mensch. Kürzer lässt sich die Botschaft des Weihnachtsfestes kaum fassen. Nur poetischer: „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit“. (Joh.1,14)

♫ EG 39
1. Kommt und lasst uns Christus ehren, Herz und Sinnen zu ihm kehren; singet fröhlich, lasst euch hören,
wertes Volk der Christenheit.
2. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen; wir, die unser Heil annehmen,
werfen allen Kummer hin.
3. Sehet, was hat Gott gegeben: seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kann und will uns heben
aus dem Leid ins Himmels Freud.

Psalm 98
Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. Singt dem Herrn und lobet seinen Namen. Verkündet von Tag zu Tag sein Heil! Erzählet unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern. Sagt unter den Heiden: Der Herr ist König. Er hat den Erdkreis gegründet, dass er nicht wankt. Er richtet die Völker recht. Der Himmel freue sich und die Erde sei fröhlich; das Meer brause und was darinnen ist. Das Feld sei fröhlich und alles, was darauf ist. Es sollen jauchzen alle Bäume im Walde vor dem Herrn: denn er kommt. Er kommt zu richten das Erdreich mit Gerechtigkeit und die Völker mit seiner Wahrheit.

Gebet Danke, guter Gott, dass du dich uns in deiner Herrlichkeit und Liebe zeigst. In der Hl. Nacht
waren es die Engel, die uns auf dich hingewiesen haben. Du weißt, such heute brauchen wir Boten, die uns auf dich hinweisen. Wir brauchen Menschen, Worte, Musik, die deine Liebe in uns zum
Klingen bringen, die es uns warm um´s Herz machen in allen Herausforderungen, die wir grade
zu bestehen haben. Lass uns diesen Boten begegnen.

Die frohe Botschaft 1
Der Engel sprach: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk
widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der
Stadt Davids.  Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und
in einer Krippe liegen. (Lk2,10-12)

♫ EG 36
1 Fröhlich soll mein Herze springen diese Zeit, da vor Freud, alle Engel singen.
Hört, hört, wir mit hellen Chören alle Luft laute ruft: Christus ist geboren
2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt reißt aus allem Jammer.
Gott wird Mensch dir, Mensch, zugute, Gottes Kind, das verbind‘t sich mit unsrem Blute

Die frohe Botschaft 2
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der da Frieden verkündigt, Gutes predigt, Heil verkündigt, der da sagt zu Zion: Dein Gott ist König! Deine Wächter rufen mit lauter Stimme und jubeln miteinander; denn sie werden's mit ihren Augen sehen, wenn der HERR nach Zion zurückkehrt. Seid fröhlich und jubelt miteinander, ihr Trümmer Jerusalems; denn der HERR hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst. Der HERR hat offenbart seinen heiligen Arm vor den Augen aller Völker, dass aller Welt Enden sehen das Heil unseres Gottes. (Jesaja 52,7-10)

Ich stelle sie mir vor, die Boten und Botinnen, die wir heute so sehnlich erwarten.
„Ihr dürft euch wieder sehen und umarmen“ – sagt einer. „Die Pandemie ist besiegt.“ „Freut euch mit mir“ – sagt eine andere. Wir haben es geschafft. Wir konnten unsere Missverständnisse klären und haben uns versöhnt „Halleluja“ – sagt ein dritter. Die Politiker aller Nationen haben beschlossen, dass sie sich vereint und mit aller Kraft für das Erreichen der Klimaziele einsetzen wollen. „Es ist unglaublich“ – sagt ein vierter. „Es gibt ein Friedensabkommen in Syrien und in allen anderen Ländern, die vom Krieg überzogen sind. Die Herrscher öffnen ihre Tresore, damit das Land wieder aufgebaut werden kann. „Gott sei Dank“ – sagt ein fünfter.
„Es ist Gott gelungen, unsere Herzen neu auszurichten auf ihn und sein Heil.“
„Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der da Frieden verkündigt, Gutes predigt, Heil verkündigt, der da sagt zu Zion: Dein Gott ist König!“ Bei Jesu Geburt war es ein armseliger Stall, in dem Menschen Heilung gefunden haben. Die Hirten, die Outlaws der damaligen Zeit, hatten plötzlich Grund zur Freude. Sie, die düsteren Gesellen, waren die ersten, die das Kind im Stall sehen durften. Und dann liefen sie so schnell sie konnten, um es aller Welt weiterzusagen: Gott hat uns besucht. Aus seiner unerreichbaren Ferne ist er ausgerechnet zu uns heruntergekommen, um uns die Frohe Botschaft zu verkünden, dass wir ihm recht sind, dass er uns liebt. „Seid fröhlich und jubelt miteinander, ihr Trümmer Jerusalems; denn der HERR hat sein Volk getröstet und Jerusalem erlöst“.

Gott kommt, um die Trümmer und die Menschen, die in den Trümmern leben, wieder aufzurichten.
Manchmal kommt der Freudenbote auch im Gewand eines Spielfilms daher. So wie für mich in der hinter uns liegenden Adventszeit. Der Film heißt „Wunder“. In ihm wurde gezeigt, wie Leben gelingen kann. Die Hauptperson ist ein Junge, der wegen eines Gen-Defekts ein deformiertes Gesicht hat.
Das Wunder beginnt damit: Seine Eltern und seine Schwester lieben den Sohn und Bruder herzlich. Die Ehe der beiden Eltern hält der Herausforderung stand. Keine Selbstverständlichkeit ist das. Beide Eltern bemühen sich um ihn. Stärken den Sohn auf ihre je eigene Art. Der Junge wird zunächst von seiner Mutter zuhause unterrichtet. Aber mit 10 Jahren soll er auf die weiterführende Schule gehen. Es wird ein harter Weg mit viel Ablehnung und Spott. Aber, o Wunder, der Junge findet Freunde. Am Ende des Schuljahres bekommt er eine Medaille überreicht für sein außergewöhnliches und Menschen zusammenbringendes Wesen. Seine Mutter sagt: „Du bist ein Wunder, Auggie“.
Gebrochene Menschen werden tanzen und jubeln, sagt der Freudenbote. Natürlich kann man diesen Film abtun als Hollywood-Schnulze. Man kann aber auch sagen, der Film eröffnet Handlungsspielräume für gutes Leben. Und wenn wir solch gutes Leben sehen, dann ist das ein Ansporn für uns selbst. Ein Ansporn, der das Gute aus uns herausholen kann.
So sehe ich persönlich das Leben Jesu auch. Jesus hat zerbrochenen Menschen neue Lebensräume eröffnet. Angefangen von den Hirten, die plötzlich jemand waren. Über die Könige, die plötzlich ihr Leben und Handeln unter den Willen Jesu gestellt haben, bis hin zu uns, die durch die Geschichten bewegt werden zu einem mitfühlenden Handeln.
Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße des Freudenboten, der da Frieden verkündigt, Gutes predigt, Heil verkündigt, der da sagt zu Zion: Dein Gott ist König!
Gott segne Reden und Tun jedes Freudenboten und jeder Freudenbotin unter uns.

EG 13
1 Tochter Zion, freue dich! Jauchze, laut, Jerusalem! Sieh, dein König kommt zu dir!
Ja er kommt, der Friedenfürst. Tochter Zion, freue dich! Jauchze, laut, Jerusalem!
2 Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk! Gründe nun dein ewig' Reich,
Hosianna in der Höh'! Hosianna, Davids Sohn, sei gesegnet deinem Volk!
3 Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild! Ewig steht dein Friedensthron,
Du, des ew'gen Vaters Kind. Hosianna, Davids Sohn, sei gegrüßet, König mild!

Gebet: Uns ist ein Kind geboren. Das erfüllt uns mit Freude. Dein Sohn, Gott, ist uns zum Bruder gegeben. Das verbindet uns mit ihm. Deine Herrschaft hast du auf seine Schultern gelegt. Nun tragen wir mit. Stärke und ermutige uns darin. Vater unser

NL 32
1. Ein Lied klingt durch die Welt, das von dem Heil erzählt, das aller Welt beschieden, denn Gott schließt mit uns Frieden, denn Gott schließt mit uns Frieden.
2. Ein Lied klingt durch die Welt, das Herz und Hand beseelt, es singt in Himmelstönen vom Retten und Versöhnen, vom Retten und Versöhnen.
6. Ein Lied klingt durch die Welt, weil Gott noch zu uns hält. Es lehrt uns Jesus kennen, den wir den Christus nennen, den wir den Christus nennen.
7. Ein Lied klingt durch die Welt, das von dem Heil erzählt, das aller Welt beschieden, denn Gott schließt mit uns Frieden, denn Gott schließt mit uns Frieden.

Segen: Gott segne dich und behüte dich. Gott lasse es leuchten über dir und sei dir gnädig.
Gott schaue lieben auf dich und schenke dir und aller Welt seinen Frieden.

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