Aktuelles

 

Miteinander verbunden bleiben

  Sonntags feiern wir Gottesdienst

um 10.30 Uhr in der Kirche


 Auflagen für unsere Gottesdienste in der Corona-Zeit

- Die Gottesdienstdauer ist auf max. 45 Minuten beschränkt

- Es gilt ein 2-Meter-Abstand beim Betreten der Kirche, im Kirchenraum und beim Verlassen

- Durch die entsprechende Bestuhlung ist die Besucherzahl beschränkt

- Beim Betreten und Verlassen der Kirche sind Mund und Nase zu bedecken

- Gemeindegesang ist aktuell nicht möglich.

-  Das Abendmahl  wird derzeit als Wandelabendmahl gefeiert.

- Zur Nachverfolgung etwaiger Infektionsketten erbitten wir eine freiwillige Abgabe der Kontaktdaten
  der Gottesdienstbesucher. 

- Wer mit Menschen, die unter Quarantäne stehen, Kontakt hatte oder selbst an Symptomen leidet,
  die auf Covid-19 hinweisen, ist gebeten, auf den Gottesdienstbesuch verzichten.

 

 Für alle, die lieber zu Hause mitfeiern wollen,
stellen wir sonntags eine Leseandacht auf der homepage ein.

Gerne werfen wir Ihnen die Andacht auch in den Briefkasten.
Bitte geben Sie dazu im Pfarramt Bescheid (Tel. 571485).

   


      

Andachten

Lese-Gottesdienst am 18. Okt. 2020

Lese-Gottesdienst am 18. Okt. 2020

(Text: Pfr. Koring. Musik-Einspielung: Susanne Weingart-Fink)

GOTT sei mit dir: als Quelle der Liebe; als Gnade, die Mensch wird; als Kraft, die Leben schafft.

Wir sind für uns selbst verantwortlich, wer sonst? Es ist ein Unterschied, ob wir die Eigenverantwortung abgeben oder - um sie zu erfüllen - bei Gott Beistand suchen: „Heile mich, so werde ich heil. Hilf mir, so ist mir geholfen.“

148 Herzlich tut mich erfreuen die liebe Sommerzeit, wenn Gott wird schön erneuen alles zur Ewigkeit. Den Himmel und die Erde wird Gott neu schaffen gar, all Kreatur soll werden ganz herrlich, schön und klar.

Also wird Gott erlösen uns gar von aller Not, vom Teufel, allem Bösen, von Trübsal, Angst und Spott, von Trauern, Weh und Klagen, von Krankheit, Schmerz und Leid, von Schwermut, Sorg und Zagen, von aller bösen Zeit.

7 27 Ps 51 Schaffe in mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist.
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir.
Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist rüste mich aus.
Herr, tue meine Lippen auf, dass mein Mund deinen Ruhm verkündige.

160 Gott Vater, dir sei Dank gesagt und Ehre; Herr Jesu Christ, den Glauben in uns mehre;
o Heilger Geist, erneu uns Herz und Mund, dass wir dein Lob ausbreiten alle Stund.

Lesung: Joh 5,1-16 (hier nur der Kernsatz)
Als Jesus ihn liegen sah und vernahm, dass er 38 Jahre lang krank war, sprach er zu ihm:
Willst du gesund werden? Der Kranke erwiderte: Herr, ich haben niemanden, der mich in den Teich bringt …
Jesus sprach: Steh auf, nimm deine Matte und geh deines Weges. Sogleich stand er auf …

324 Ich singe dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust;
ich sing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewusst.

Ich weiß, dass du der Brunn der Gnad und ewge Quelle bist,
daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fließt.

Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment,
nein, was er tut und lässt geschehn, das nimmt ein gutes End.

Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel - erneuert euch in eurem Geist und Sinn: zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.
Legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem NächstenEpheser 4, 22-32

1 Das Neue übt vielfach eine große Anziehungskraft auf uns aus; Neu-Gier stachelt den Naseweisen an, Angebot und Nachfrage nach Neuem kann manche Menschen süchtig machen und in Kaufrausch versetzen. Neue Tapeten geben ein neues Lebensgefühl. Ein neuer Arbeitsplatz bringt neue Herausforderungen, größere Anerkennung, vielleicht mehr Verdienst oder mehr Zufriedenheit. Ein neuer Freund, eine neue Partnerin kann das Leben eines Menschen tiefgreifend verändern.

Andererseits wissen wir: keiner kann über seinen Schatten springen. Wir können nicht wie die Schlange ‚aus der Haut fahren‘. Oft fallen wir in alte Muster zurück. Erlebnisse, die uns geprägt haben, tragen wir unauslöschlich in uns. Das Alte geht mit uns. Gleichwohl sind wir auf Erneuerung angewiesen: Nach einem erholsamen Schlaf oder nach einem erfrischenden Bad steigen wir wie neugeboren wieder ins Leben. Neue Kleider wirken auch nach innen – dennoch machen neue Kleider noch keine neuen Menschen.

2 Die Erneuerung müsste uns leicht fallen, wenn wir den neuen Menschen anziehen könnten wie ein Gewand. Warum überhaupt sollen wir neu werden? So schlecht kann das Alte kaum sein: es hat sich bewährt, es ist uns vertraut. Warum die Abneigung gegen das Althergebrachte und die Aufforderung, eben dieses abzulegen? Was macht den alten Adam so alt, dass er einem neuen Leben Platz machen soll?
Eines ist klar: vom Altern und der Verjüngung durch Lifting kann nicht die Rede sein. Im Blick auf den neuen Menschen haben die Jüngeren den Älteren nichts voraus. Alte wie junge Menschen müssen von Zeit zu Zeit neu anfangen – da geht es uns ähnlich wie beim „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Spielen.

Wer vor sich selbst ehrlich ist, erkennt, dass der wahre Mensch anders aussieht als der, den wir im Alltag darstellen: gehetzt von Terminen, ausgerichtet auf Leistung, um sich alles leisten zu können; oft gebeugt unter Enttäuschung und Sorgen, erfüllt von Zweifeln und Ängsten, getrieben von Eifersucht und Hass. Die Sehnsucht nach dem neuen Menschen gehört zum Besten, was der alte Adam überhaupt vorzuweisen hat.

3 Ein neuer Mensch zu werden, das wünscht sich der Mensch, seit es ihn gibt. Das wird er sich wünschen, solange es ihn gibt. Nicht nur Versager, sondern auch Erfolgreiche, nicht nur Kranke und Unglückliche, sondern auch Gesunde und Fröhliche sehnen sich danach. Allein das wäre schon eine beglückende Befreiung, wenn wir die Kleinigkeiten loswürden, die uns an uns selbst stören.

Umso mehr, wenn wir schwerer Lasten ledig würden. Wer kennt nicht den stillen Wunsch, von der Last der eigenen Vergangenheit frei zu werden? Wir brechen zu neuen Ufern auf – doch am anderen Ufer treffen wir wieder auf uns selbst. Wir kommen nicht von uns los. Manche lassen einen Berater für teures Geld an ihrer Persönlichkeit feilen, doch so viel man sich mit sich selbst beschäftigt, ein neuer Mensch entsteht daraus nicht. Im Gegenteil: dass wir uns immerzu mit uns selbst beschäftigen, das macht uns alt.

  1. Deshalb sehnen wir uns nach dem neuen Menschen. Es klingt, als ob das Sehnen erfüllbar wäre: „Zieht den neuen Menschen an“ sagt der Apostel – als handle es sich um ein Kleid, das wir nur von der Stange zu nehmen bräuchten. Zuvor heißt es: „Legt den alten Menschen mit seinem selbstsüchtigen Wesen ab,“

  • Gefangen in unseren Grenzen und Gewohnheiten, verstrickt in unsere Ängste und Befürchtungen lassen wir Erneuerung nicht zu. Doch wie nötig wäre es, in Politik und Wirtschaft aus eingefahrenen Bahnen herauszuspringen, um Bedürfnisse zu befriedigen und die verfügbaren Ressourcen gerecht zuzuteilen.

  • Eine Erneuerung der politischen Kultur wird gefordert: Offenheit und Respekt, Hinsehen und Gespräch, Zusammenhänge erkennen und Kompromisse aushandeln, das gilt es intensiv und überall zu üben.

  • Statt in Sonntagsreden christliche Werte zu beschwören, müssen wir sie glaubwürdig vorleben – das erleichtert es allen: den Unzufriedenen, Ungehaltenen, Ratlosen, Entwurzelten und allen anderen, eine gemeinsame geistige Heimat aufzubauen. Wenn wir mehr miteinander statt gegeneinander reden, haben wir doppelte Kraft, um uns und unsere Lebensweise immer wieder zu erneuern.

Christen glauben, dass der neue Mensch kein Wunschtraum ist, sondern längst wirklich geworden. Unser Glaube tritt damit in Konkurrenz zu jedem Versuch, den neuen Menschen durch Steigerung seiner Fähigkeiten, durch Fortentwicklung seiner technischen Geräte zu schaffen. Dieser Weg gleicht dem Versuch jenes Philosophen, der eine Zwiebel zu schälen begann, um hinter ihren Schalen die eigentliche Zwiebel zu finden. Nachdem die letzte Schale in der Hand hielt, hatte er die eigentliche Zwiebel noch immer nicht gefunden.

Mit dem alten Adam verhält es sich genauso: wir können die Schichtungen unserer Lebensgeschichte nicht auflösen, um den wahren Kern freizulegen. Den neuen Menschen können wir nur da treffen,
wo wir die neuen Menschen treffen. Für sich allein gibt es ihn wirklich nicht.
Darum werden wir allesamt angeredet:
Zieht den neuen Menschen an.
Es ist ein Gemeinschaftswerk, neu zu werden.
Für sich allein hört niemand auf, der alte Mensch zu sein.

5. Das Geheimnis des neuen Menschen ist dies: er ist nicht mehr mit sich selbst beschäftigt, und das deshalb, weil ein anderer ausschlaggebend mit ihm beschäftigt ist. Dass Gott sich mit uns beschäftigt, das allein macht uns neu. Wer dies zulässt, wer sich für die schöpferische Arbeit der Liebe in Gottes Hand begibt, der wird ein neuer Mensch, einer der Gott entspricht.

Der Epheserbrief denkt zunächst an Jesus, der ganz zu uns gehört und mit Gott im Einklang ist. Gott entsprechen heißt: auf menschliche Weise abbilden, was Gott auf seine Weise tut. Jesus ist der Gott entsprechende Mensch, weil er sich so verhält, dass man darin Gott erkennen kann.

Jesus öffnet dem Blinden die Augen für sein Leben. Er gibt dem Tauben das Gehör für eine neue Botschaft. Er befreit den Gelähmten aus den Fesseln der Zurücksetzung und macht ihm Mut, eigene Schritte zu tun.

Gott will nicht ohne uns sein. Wie der Vater mit dem Sohn im Heiligen Geist gesellig lebt, so will er auch mit uns gesellig leben. Seiner Vorliebe zur Geselligkeit entspricht der neue Mensch: Statt um sich selbst zu kreisen pflegt der neue Mensch Gemeinschaft mit Seinesgleichen und mit Gott - eine ausgeprägt irdische Gemeinschaft mit ausreichend Brot und Wein.

Über dem Essen und Trinken wird nicht vergessen, was man einander schuldig ist: Rücksicht zu üben, Hilfe zu gewähren, Achtung zu schenken. Das macht Leib und Seele satt. Einander auch die Wahrheit zu sagen, macht uns zum Spiegelbild Gottes. Gott besteht darauf, dass wir einander und erst recht ihm die Wahrheit sagen, mag sie noch so unangenehm sein. Das ist allemal besser als ihm fromme Lügen zu sagen. Die frömmste Lüge wäre die, dass wir so tun, als ob wir nicht mehr ganz und gar alte Menschen wären.
Doch in Gemeinschaft, wo wir einander achten, ergänzen, helfen und Gegensätze versöhnen, da erleben wir, wie in alte Gegebenheiten ein neuer Geist einkehrt, so dass wir neue Menschen werden.

390 Erneure mich, o ewigs Licht, und lass von deinem Angesicht
mein Herz und Seel mit deinem Schein durchleuchtet und erfüllet sein.

Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, der dir mit Lust Gehorsam leist'
und nichts sonst, als was du willst, will; ach Herr, mit ihm mein Herz erfüll.

Auf dich lass meine Sinne gehn, lass sie nach dem, was droben, stehn,
bis ich dich schau, o ewigs Licht, von Angesicht zu Angesicht.

Vergib uns den Mangel an Vertrauen, Dankbarkeit und Offenheit. Hilf uns, deine Zuneigung weiterzugeben in unserer Zuwendung zu denen, die keine Liebe erfahren. Heile die Herzen derer, die eine schwere Lebensgeschichte tragen; stärke sie, ihr Leben zu entfalten und gestalten. Den Verzagten schick einen Menschen, der sie aufrichten kann. Die Fremde als Bedrohung empfinden, lass erkennen, wie bedrohlich sie auf andere wirken.
Lehre unsere Hände helfen, leite unsere Füße zu den Einsamen. Beflügele unsere Gedanken, Wege zur Versöhnung zu bahnen und Freude und Frieden zu mehren. Vater unser …

(Wwdl 116) Da wohnt ein Sehnen tief in uns, o Gott, nach dir, dich zu sehn, dir nah zu sein.
Es ist ein Sehnen, ist ein Durst nach Glück, nach Liebe, wie nur du sie gibst.

Um Frieden, um Freiheit, um Hoffnung bitten wir. In Sorge, im Schmerz – sei da, sei uns nahe, Gott.

Um Einsicht, Beherztheit, um Beistand bitten wir. In Ohnmacht, in Furcht – sei da, sei uns nahe, Gott.

Um Heilung, um Ganzsein, um Zukunft bitten wir. In Krankheit, im Tod – sei da, sei uns nahe, Gott.

Segen: GOTT segne dich und behüte dich; GOTT lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig; GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden. Amen.

18.So. n. Tr., 11.10. 2020

Verbunden durch Liebe und Internet / 18.So. n. Tr., 11.10. 2020,
Pfr. Anette Prinz, Musikstücke Susanne Weingart-Fink

Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit dir.

Die biblischen Gebote Gottes begleiten unser religiöses Dasein. Mehr noch wollen sie Maßstab für unser Leben sein. Begleitet werden wir in dieser Woche von dem Wort:
„Dieses Gebot ist uns gegeben: alle, die Gott lieben, sollen auch ihre Geschwister lieben.“(1.Johannes 4,21)

♫ 1. Herr, öffne mir die Herzenstür, zieh mein Herz durch dein Wort zu dir, EG 197
lass mich dein Wort bewahren rein, lass mich dein Kind und Erbe sein.

2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund, dein Wort macht Leib und Seel gesund,
dein Wort ist’s, das mein Herz erfreut, dein Wort gibt Trost und Seligkeit.

3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem Heilgen Geist in einem Thron;
der Heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit.

Psalm 1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen
noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen,
sondern hat Lust am Gesetz des Herrn
und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!
Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen;
der seine Frucht bringt zu seiner Zeit,
und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.

Gebet Ja, wie ein Baum möchte ich feststehen im Vertrauen auf dich Gott, möchte wurzeln in deinem guten Wort. Mein Leben soll fruchtbar sein und andere nähren an Leib und Seele. Ich bitte dich, lass mich wachsen unter dem Segen deiner Worte. Lass mich blühen unter deiner Liebe und lass mich den Stürmen des Lebens standhalten durch deine Kraft.

Das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht zu hoch und nicht zu fern. Es ist nicht im Himmel, dass du sagen müsstest: Wer will für uns in den Himmel fahren und es uns holen, dass wir's hören und tun. Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen müsstest: Wer will für uns über das Meer fahren und es uns holen, dass wir's hören und tun? Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.(5.Mose 30,11-14)

 D as ist die große Gnade Gottes im Gegensatz zu allen anderen Göttern der alttestamentlichen Welt, dass sein Wort nicht unerreichbar irgendwo im Himmel thront. Dort, wo niemand hingelangt oder fernab jenseits des Meeres, wo nur einige wenige Abenteurer hingelangen können, die die Risiken einer Reise auf offener See nicht scheuen.
Nein, Gottes Wort kommt nahe. Israel erfährt es zuerst. Der Gott Israels kommt zu seinem Volk, geht ihm voran, er ist in Wolken und Feuer sichtbar. Er wird hör- und lesbar in einem Wort,
das von Mund zu Mund, von Herz zu Herz geht.
Der Gott Israels braucht keine Spezialisten, die sein Wort auslegen. Das Wort Gottes braucht nur ein verständiges Herz, in das es fallen kann, ein Gewissen, das zwischen Richtig und Falsch unterscheidet und Verstand, der den Menschen zu einem vernünftigen Wesen macht, welches sich über die Folgen seines Tuns und Handelns im Klaren ist.

Im Judentum wird die Nähe von Gottes Wort ganz konkret, wenn es beim
Gebet sichtbar gemacht und auf Stirn und Arm gebunden wird.

Hunderte Jahre nach Israels Wüstenerfahrungen mit Gottes Nähe kommt das Wort
Gottes den Menschen wieder nahe auf ganz besondere Weise. Es bekommt Hände und Füße, Augen und Mund.
„Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns und wir sahen seine Herrlichkeit.“(Joh 1,14).
In Jesus Christus wird Gott Mensch. Einer, der die Liebe Gottes neu unter Beweis stellt und für sie bis zum Äußersten geht. Bis zum Tod am Kreuz. Für einen Moment in der Zeit hatte die Menschheit Gott unter sich. Und von da an einen Fürsprecher im Himmel.

Manchmal scheint Gottes Wort aber doch auch unerreichbar hoch zu sein, zu unverständlich, uralt und weit weg von meinem Leben heute. Mir nützt es dann, dieses biblische Wort hin und her zu bewegen, darüber zu sinnieren -Luther nannte es „das Wort wiederkäuen“. Meistens finde ich dann einen Zugang.

Und es geschieht uns, dass in einem Wort eine Wahrheit aufleuchtet, die bewegend oder heilend wirkt, weil sie uns im Innersten berührt und Veränderung anstößt. Dann kommt uns auch heute das Wort Gottes so nahe wie zu Mose Zeiten und zur Lebzeit Jesu.
Überlege ruhig einen Moment, welches Wort das für dich schon gewesen ist oder noch immer ist.

Das Entscheidende des nahen Gotteswort ist der Schluss „…dass du es tust.“
Es wird leicht übersehen, dass die Kenntnis des Wortes Gottes dazu führen muss, dass man die Gebote auch befolgt. Die Gottesworte, die uns ins Herz fallen, sollen sich in Taten auswirken. Damit verbürgen wir uns für die Lebendigkeit, die in Gottes Worten liegt.
Diese Tun des Wortes ist ein Tun aus Liebe so wie Gott seine Gebote aus Liebe zur Liebe gegeben hat, damit sie Gestalt gewinnt in einer Welt, die von Liebe so oft nichts wissen will.

♫ 1 . Gott liebt diese Welt, und wir sind sein eigen. EG 409
Wohin er uns stellt, sollen wir es zeigen: Gott liebt diese Welt!
3. Gott liebt diese Welt. Feuerschein und Wolke
und das heilge Zelt sagen seinem Volke: Gott ist in der Welt!
4. Gott liebt diese Welt. Ihre Dunkelheiten
hat er selbst erhellt: im Zenit der Zeiten kam sein Sohn zur Welt!
5. Gott liebt diese Welt. Durch des Sohnes Sterben
hat er uns bestellt zu des Reiches Erben. Gott erneut die Welt!
7.Gott liebt diese Welt. Er wird wiederkommen, wann es ihm gefällt,
nicht nur für die Frommen, nein, für alle Welt!
8. Gott liebt diese Welt, und wir sind sein eigen.
Wohin er uns stellt, sollen wir es zeigen: Gott liebt diese Welt!

Gebet Ewiger Gott, danke, dass mein Glaube wachsen kann. Dein Wort macht mir Mut, neue
Erfahrungen mit dir zu wagen. Wende dich allen zu, Gott, die deiner bedürfen. Sei ein Trost denen, die sich in der Welt verloren haben. Umsorge die, die der Liebe bedürfen. Lass mich gegen Hass und Gewalt aufstehen. Lass dein Wort in unseren Kirchen mächtig sein, dass sie Orte der Geborgenheit und Zuflucht sind. Bewege mich durch dein Wort, damit ich für Kinder und Jugendliche eine freundliche Ratgeberin bin, auf die sie sich verlassen können und für alte Menschen ein guter Begleiter, der zuhören und trösten können. Lass dein Wort unter uns lebendig sein.
Vater unser

♫ 6. Gott Vater, lass zu deiner Ehr dein Wort sich weit ausbreiten. Hilf, Jesu, EG196
dass uns deine Lehr erleuchten mög und leiten. O Heilger Geist, dein göttlich
Wort lass in uns wirken fort und fort Glaub,Lieb, Geduld und Hoffnung.

Segen GOTT segne dich und behüte dich; GOTT lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig. GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden.

Lese-Gottesdienst am 4. Okt. 2020

Lese-Gottesdienst am 4. Okt. 2020

(Text: Pfr. Koring. Musik-Einspielung: Susanne Weingart-Fink)

GOTT sei mit dir: als Quelle der Liebe; als Gnade, die Mensch wird; als Kraft, die Leben schafft.

Volle Regale, Luxusgüter, Überfluss, Ausgleichszahlungen - alles verfügbar? Fruchtbare Erde, tägliche Arbeit, Gesundheit, Friede: Grund zu danken!Aller Augen warten auf dich. Du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit.“

302 Du meine Seele singe, wohlauf und singe schön dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.

Wohl dem, der einzig schauet nach Jakobs Gott und Heil! Wer dem sich anvertrauet, der hat das beste Teil,
das höchste Gut erlesen, den schönsten Schatz geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt.

Er weiß viel tausend Weisen, zu retten aus dem Tod, ernährt und gibet Speisen zur Zeit der Hungersnot,
macht schöne rote Wangen oft bei geringem Mahl; und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual.

7 743 Ps 104 Lobe den Herrn, meine Seele! Mein Gott, Du bist schön. Licht ist dein Kleid.
Du breitest die Himmel aus wie einen Teppich, Du hast das Erdreich gegründet.

Du feuchtest die Berge, Du machst das Land voll Früchte.
Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Saaten zu Nutz den Menschen.

Brot bringst Du hervor aus der Erde und Wein, der das Herz erfreut.
Herr, wie sind deine Werke so groß und viel, Du hast sie alle weise geordnet.

Lesung: So halte nun die Gebote deines Gottes, dass du in Ehrfurcht in seinen Wegen wandelst.
Denn Gott führt dich in ein gutes Land, darin Bäche, Brunnen und Seen sind,
ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel sind;
ein Land, darin es Ölbäume und Honig gibt; ein Land, da du Brot genug zu essen hast.
So hüte dich, dass sich dein Herz nicht überhebe und du Gott vergisst, der dich aus Ägypten geführt und durch die Wüste geleitet hat, dir Wasser aus dem Felsen gegeben und dich mit Manna gespeist hat 5.Mo. 8, 7-18

653 Soviel Freude hast du, Gott, in die Welt gegeben: Sonne, Sterne, Schmetterlinge, Lieder Blumen, schöne Dinge, dass wir fröhlich leben. (lesen oder singen Sie auch die folgenden Strophen).

Mich jammert das Volk, denn sie haben nichts zu essen … Woher nehmen wir Brot in der Einöde? -
Wie viele Brote habt ihr? - Sieben. - Er nahm die Brote, dankte, brach sie und gab sie den Jüngern,
dass sie sie austeilten unter das Volk ... Sie sammelten auf, was übrig blieb, sieben Körbe voll. Markus 8, 1-9

Heute steht uns die Fülle der Segnungen vor Augen, die Tag für Tag unser Leben erhalten. Die mitgebrachten Früchte vergegenwärtigen uns das Wachsen des Getreides auf den Feldern, das Blühen in unseren Gärten, das Reifen des Obstes, die glückliche Weinlese, das Genießen der duftenden Früchte und der übrigen Mittel zum Leben. Wo immer wir Erträge als Segen erkennen, da berühren sich Himmel und Erde.

Erntedank ist eine Lebenseinstellung. Doch weil das Selbstverständliche leicht versäumt wird, braucht es eine Erziehung zur Dankbarkeit: „Wenn du gegessen hast und satt bist, sollst du deinen Gott loben für das gute Land, das er dir gegeben hat.“

Das Evangelium, das heute auszulegen ist, wirkt auf uns schroff, weil die Erzählung uns von der bunten Fülle der Erntegaben wegführt in die Einöde, wo weder gesät noch geerntet wird, wo Mangel herrscht – und doch Fülle entsteht. Der Text spricht nicht von der Segensfülle und frohem Dank, sondern von bitterem Mangel, aber auch vom Geheimnis des Teilens. Er lehrt uns, auf die zu achten, die anderswo Hunger leiden. Wir sehen die Rodung der Regenwälder, das Ausbleiben der Regenfälle in den Subtropen und bei uns: wir sehen Missernten und noch mehr Mangel. Wir haben uns angewöhnt, Lebensmittel in die Tonne zu werfen – während anderswo Menschen sich ernähren mit Speiseresten, die sie aus dem Müll ziehen.
In der Einöde des wirtschaftlichen Abseits sehen wir Menschen, die ihre Arbeit verlieren – wir sehen auch, dass neue Arbeitsplätze entstehen. Nicht egoistisch, sondern nur solidarisch können wir den Mangel überwinden, den materiellen Mangel, und erst recht den Mangel an Lebensmut, an Hoffnung und Zuversicht.

Vermischt mit Dank und Freude bringen auch wir unsere Mangelerfahrungen mit: Verlust von Kontakten, Sorge um die Gesundheit oder um den Fortbestand des Betriebs. Wird Corona uns kulturell, sozial, emotional und religiös verhungern lassen? Junge Leute suchen eine Lehrstelle oder eine Anstellung. Ein Polizeianwärter sagte: „Ich möchte, dass meine Kollegen zu mir halten, will aber nicht zum Mitläufer werden. Wie finde ich den Mut, ja und nein zu sagen?“
Die junge Mutter – o weh: für den Mann da sein, die Kinder versorgen, den Haushalt auf Schwung halten, nach der kranken Großmutter schauen – wo bleibt da Zeit für sich selbst? Obendrein die Streitereien, die ich satt habe, sagt eine Frau. „Ziehe ich mich zurück, ist er beleidigt. Bin ich denn ein Automat, der auf Knopfdruck ein Menü, frische Hemden oder Zärtlichkeit bereitstellt?“

Mit unseren Fragen reihen wir uns in die Schar derer ein, die Jesus in die Einöde gefolgt sind. Wir hören, wie Jesus vom inneren Frieden redet und von einem erfüllten Leben erzählt.
Was für ein Kontrast - unser Alltag fühlt sich trist, hart, aussichtslos an. Schmerzen machen einsam, Sorgen machen hart, Enttäuschungen bitter, Ärger macht sauer, Streit macht verbissen. Die tägliche Mühe gleicht dem Lauf im Hamsterrad. Bei allem Wohlstand bleibt das Herz hungrig nach Sinn, nach Geborgenheit und Liebe. Anforderungen von allen Seiten - aber was kommt zurück, wovon kann sich die Seele ernähren?

Wie wir unseren Mangel als Einöde erfahren, so spiegeln sich im Ödland Galiläas die sozialen und wirtschaftlichen Entbehrungen der Landbevölkerung jener Zeit. Nach den Tagen der Besinnung zu Füßen des Wanderpredigers Jesus sind nicht nur die eingesteckten Vesperbrote aufgezehrt; vielmehr liegt vor den Leuten das Elend ungerechter Wirtschaftsverhältnisse, befestigt durch eine wachsende Verschuldung.

Größer kann der Zwiespalt nicht sein: im Land, das von Milch und Honig fließt, leben viele Menschen am Existenzminimum: die Kaisersteuer und die Abgaben an die Großgrundbesitzer fressen die Erträge auf. Jeder kämpft um sein Überleben, jeder ist sich selbst der Nächste. So bleibt der Dank für die Ernte im Halse stecken, erstickt in der Verzweiflung, dass man mit der täglichen Arbeit nur das System der Abhängigkeit festigt. Jesus sagt: Mich jammert das Volk, sie haben nichts zu essen. Wenn ich sie heimgehen ließe, würden sie auf dem Weg verschmachten. In ihr Elend dürfen die Leute nicht hungrig zurückkehren, sie dürfen nicht sich selbst überlassen bleiben. Aber wie können sie gestärkt werden?

Es muss ein Zeichen gesetzt werden, ein Zeichen der Verbundenheit, der Gegenseitigkeit, der Gemeinschaft. Er fragt: „Wie viele Brote habt ihr?“ „Sieben.“ Er nimmt die Brote, spricht das Dank- und Segensgebet, bricht sie in Stücke und gibt sie den Jüngern zur Austeilung. So wird aus Klage Danksagung, aus Sorge Zuversicht, aus Zweifel Gewissheit, aus Trübsal ein Fest.

Erntedank ist immer verbunden mit Lebenshoffnung. Das Ende der Vegetation setzt den Beginn für einen neuen Kreislauf: die Ernte ermöglicht die neue Aussaat. Wir leben in relativem Wohlstand. Doch unsere Landwirtschaft krankt. Sie erschöpft sich selbst in Massenproduktion und Niedrigpreisen. Die Ackerböden sind tot, verdichtet, überdüngt, belastet mit Pestiziden.

Wir alle, Landwirte und Verbraucher, müssen uns zusammensetzen, ein Stück Brot essen, der Schöpfung Respekt erweisen und für die Lebenskraft der Erde Dank sagen. So können Verständnis und Wertschätzung wachsen, so können wir gemeinsam eine neue Wirtschaftsweise gestalten: Felder und Wiesen nicht als Produktionsfläche, sondern als Lebensraum behandeln, Schädlinge durch Nützlinge in Schach halten und ein realistisches Preisgefüge aufbauen.

Der Segen äußert sich in gesunden und geschmacksreichen Nahrungsmitteln, in der Wiederbelebung der Böden und in sozialer Verbundenheit. Was wäre das für eine Freude und Wertschätzung, wenn wir statt Ausbeuter und Verbraucher Hüter des Garten Edens werden.

Genießen statt zu verbrauchen, erhalten statt zu zerstören – darauf kommt es an. Das ist keine neue Einsicht, das wissen wir, seit wir Samen ernten und aussäen. In dem Maße, wie wir die Lebensräume anderer Lebewesen zerstören, beschädigen wir auch unsere eigenen Lebensgrundlagen. Es ist höchste Zeit, davon abzulassen, in kritische Distanz zu uns selber zu treten. Es ist Zeit, in die Einöde zu gehen und Bakterien, Insekten, Kollegen und Konkurrenten als Partner neu zu entdecken.

Wir können unsere Vermessenheit, mit der wir produzieren und konsumieren, nur überwinden, wenn wir uns selbst in der Welt neu vermessen. Dazu hilft der Gang in die Einöde; dazu hilft heute auch Erntedank. Wir sind nicht die Macher, sondern die Begleiter der Natur und die Empfänger ihrer Segnungen.

Heute feiern wir, dass wir gesund sind, gut leben und satt werden: wir feiern Erntedank als Zeichen der Freude und Ermutigung. Nicht nur einmal im Jahr, sondern an jedem Tag haben wir Anlass, zu danken für Saat und Ernte, für Sommer und Winter, für die Mühe des Tages und die Ruhe der Nacht.

Wenn wir teilen, was wir haben und brauchen, erst recht, wenn wir einsammeln, was von den Früchten des Herzens übrig geblieben ist, so wird der Überfluss des Segens sieben Körbe füllen, weil sich Gott unters Volk gemischt hat und der Himmel auch in Heilbronn angekommen ist. Halleluja!

170 Keiner kann allein Segen sich bewahren. Weil du reichlich gibst, müssen wir nicht sparen.
Segen kann gedeihn, wo wir alles teilen, schlimmen Schaden heilen, lieben und verzeihn.

Gott, bevor wir Gutes tun, hast du uns Gutes getan: du schenkst uns deine Liebe, die das Herz sättigt,
dazu die Güter der Erde, so dass wir teilen können, was zum Leben da ist.
Doch so viel Leben verkümmert oder misslingt.
Viele hungern nach Liebe und Verständnis, nach Freiheit, Sicherheit und Respekt.
Lass uns diejenigen hören, die zu kurz kommen und um Hilfe schreien. Gib uns Mut, für die einzutreten, die keine Lobby haben. Überwinde Egoismus und Torheit. Gib uns den Glauben, der sich nicht beirren lässt, die Hoffnung, die niemanden aufgibt, die Liebe, die aus uns neue Menschen macht. Vater unser

512 Herr, die Erde ist gesegnet von dem Wohltun deiner Hand. Güt und Milde hat geregnet,
dein Geschenk bedeckt das Land: auf den Hügeln in den Gründen ist dein Segen ausgestreut;
unser Warten ist gekrönet, unser Herz hast du erfreut.

Herr, wir haben solche Güte nicht verdient, die du getan; unser Wissen und Gemüte
klagt uns vieler Sünden an. Herr, verleih, dass deine Gnade jetzt an unsre Seelen rührt,
dass der Reichtum deiner Milde unser Herz zur Buße führt.

Hilf, dass wir dies Gut der Erden treu verwalten immerfort. Alles soll geheiligt werden
durch Gebet und Gottes Wort. Alles, was wir Gutes wirken, ist gesät in deinen Schoß,
und du wirst die Ernte senden unaussprechlich reich und groß.

Segen: GOTT segne dich und behüte dich; GOTT lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden. Amen.

Gemeindebrief

2020

 

   
      

 

16.So. n. Tr., 27.9.20

Verbunden durch Liebe und Internet / 16.So. n. Tr., 27.9.20,

Pfr. Anette Prinz, Musikstücke Susanne Weingart-Fink

Eingangswort: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit dir.

Es ist Herbstzeit. Aber der Wochenspruch ist erstaunlicherweise ein Osterwort, das uns an die unbegreifliche Kraft erinnert, die im Glauben an Jesus Christus steckt: Christus Jesus hat dem Tod die Macht genommen und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. (2.Tim 1,10) Oder anders gesagt: Jesus Christus hat dem Tod die Macht genommen und ein unvergängliches Leben ans Licht gebracht. Im Evangelium leuchtet es für jeden der sehen will.

.♫ 1. Frühmorgens, da die Sonn aufgeht, mein Heiland Christus aufersteht. EG 111
Vertrieben ist der Sünden Nacht, Licht, Heil und Leben wiederbracht. Halleluja.
13. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, dass er mich herzlich liebt;
wenn mir gleich alle Welt stürb ab, g’nug, dass ich Christus bei mir hab. Halleluja.
14. Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich;
die Freude, die mir ist bereit’, vertreibet Furcht und Traurigkeit. Halleluja.

Psalm 27 Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?
Er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, er birgt mich im Schutz seines Zeltes …
Du bist meine Hilfe; verlass mich nicht und tu die Hand nicht von mir ab, Gott, mein Heil!
Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich, aber der Herr nimmt mich auf. …
Harre des Herrn! Sei getrost und unverzagt und harre des Herrn!

Gebet Vor dir Gott, will ich mich sammeln. Daran denke ich, dass du mir eine Kraft bist, die mich leben lässt. Zu dir kann ich sprechen, auch wenn ich dich nicht sehe. Menschen kommen und gehen. Du aber bleist verlässlich an meiner Seite und in meinem Herzen. Daran will ich mich festhalten. Und bitte dich: schenke mir Aufmerksamkeit für deine Worte an mich. Amen

Gedanken zum Sonntag, in dem wir unsere Konfirmanden begrüßen

Manchmal sind die Jünger, die mit Jesus unterwegs sind, mutlos. Einer sagt vielleicht: „Ach Jesus, wir sehen so wenig von Gottes neuer Welt, von der du immer sprichst“. Und ein anderer:
„Wie viele sind wir denn? Die anderen, die nicht daran glauben sind viel mehr. Was richten wir schon groß aus für Gott?“ In solchen Momenten erzählt Jesus von der Kraft, die im Glauben an Gott und seine neue Welt steckt. Das sind seine Worte:
Wenn das Reich Gottes sich ausbreitet, dann ist es wie bei einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und auf seinen Acker säte; es ist das kleinste unter allen Samenkörnern; wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als alle Kräuter und wird ein Baum, sodass die Vögel unter dem Himmel kommen und wohnen in seinen Zweigen“. (Mt.13,31f)

Im Glauben steckt Kraft. Viel Kraft. Soviel Kraft wie in einem winzigen Samenkorn, die es zu einem hohen Baum werden lässt. Das stellt Jesus seinen Jüngern vor Augen mit dem Bild vom Senfkorn. Er nennt seine Jünger auch manchmal kleingläubig, furchtsam. Und will damit sagen: „Ihr denkt viel zu gering von eurem Glauben. Traut ihm nichts zu. Warum denn nicht?“
Wie geht es dir mit deinem Glauben? Traust du ihm zu, dass er dich für dein Leben stark macht?
Unsere Konfirmanden starten jetzt in ihr Konfirmandenjahr. Am Ende heißt die Konfirmation dann: sich festmachen im Glauben, seinen Glauben bestätigen.

Darüber möchte ich mit den jungen Menschen sprechen in den kommenden Wochen, was der Glaube an Gott ihnen sagt, was er ihnen bedeutet. Ob es einen Unterschied macht, ob ich an Gott glaube oder nicht. Ob sie das schon erlebt haben, dass der Glaube ihnen Kraft gibt.
Hast du es schon erlebt. Dann erzählen jungen Menschen davon.

Glaube gehört nicht nur in die Kirche. Wer so denkt, denkt zu klein vom Glauben an Gott und Jesus, der sogar dem Tod die Macht genommen hat. Er gehört in unsere Herzen.
Aber dann gehört er auch auf die Straße oder auf den Schulhof, an den Arbeitsplatz oder auch mal in den Bus.
Mein Herz hängt an unserer Erde, die sich Gott so wunderbar ausgedacht und die wir bewahren sollen. Also gehe ich mit meinem Glauben auf die Straße, wenn ich Fahrrad fahre oder Bus statt Auto. Es ist mein Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung.
Es gibt Schüler/innen, die gehen in die Schule mit ihrem Glauben. Und weil ihnen ihr Glaube sagt, dass Mobbing nichts ist was Gott gefällt, machen Sie den Mund auf, stellen sich schützend vor Mitschüler, die andere sich zum Ziel von Beleidigungen ausgesucht haben.
Mancher nimmt seinen Glauben auch mit in den Bus. Meine Tochter hat mir mal erzählt von einem Mädchen abends im Bus, die von einem Mann blöd angemacht wurde. Da hat sie sich neben sie gesetzt, ein Gespräch mit ihr begonnen und weil der Mann nicht aufgehört hat mit seiner Belästigung, sind sie zusammen ausgestiegen und haben auf den nächsten Bus gewartet.

Wer anderen beisteht lebt seinen Glauben. Und wo Glaube gelebt wird, da entfaltet er seine Kraft. Davon bin ich überzeugt. Seinen Glauben so zu leben, kostet auch Mut. Ohne Zweifel. Seinen Glauben leben heißt, innere Furcht zu überwinden, gegen den Strom schwimmen,
nicht einfach tun, was andere tun, sondern das, was mein Herz und mein Gewissen mir sagen.

Paulus gibt dir dafür einen wichtigen Satz mit auf den Weg in deinen Alltag: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2.Tim 1,7)

Ich mag dieses Wort sehr. Ich sage es mir öfters vor. Und auch im Gottesdienst, bevor wir nach dem Abendmahl auseinander gehen. Es ist ein schönes Wegewort auch für die neuen und Konfirmanden in die vor ihnen liegende Zeit.
Der Geist Gottes, dessen Kraft alle Furcht in unseren Herzen besiegt, wie immer die aussehen mag- , der uns mit Liebe und Besonnenheit ausrüstet, der möge sich einnisten bei ihnen.
Und auch bei dir. Einnisten wie die Vögel im Senfkornbaum, die dort sicher wohnen dürfen.
Und dann, so meine Hoffnung, finden die jungen Menschen heraus, dass es sich im Glauben und mit dem Glauben ebenso sicher wohnen lässt.
Und du, deren Konfirmation schon Jahrzehnte zurückliegt, hast es vielleicht schon lange entdeckt.

♫ 1 Kleines Senfkorn Hoffnung, mir umsonst geschenkt. Werde ich dich pflanzen, dass du weiter wächst,
Dass du wirst zum Baume der uns Schatten wirft, Früchte trägst für alle alle, die in Ängsten sind.
2 Kleiner Funke Hoffnung, mir umsonst geschenkt. Werde ich dich nähren, dass du überspringst.
Dass du wirst zur Flamme, die uns leuchten kann, Feuer schlägt in alle alle, die im Finstern sind.

Gebet
Guter Gott, du machst mir Mut. In meinem Leben und Handeln will ich auf dich und deine Begleitung vertrauen. Lass mich dazu beitragen, dass dein Reich sich auf dieser Erde ausbreitet. Lass mich helfen einen guten Raum anbieten, in dem wir einander annehmen, in dem Einsame Gesellschaft finden und Traurige sich wieder freuen können. Lass mich offen sein für Menschen, die unsre Hilfe brauchen. Bewahre mich in deiner Liebe und gib mir Mut, für das einzustehen, was mir wichtig ist. Vater unser

♫ 1. //: Wenn Glaube bei uns einzieht, öffnet sich der Horizont. Wir fangen an zu leben, NL 213
weil der Himmel bei uns wohnt. ://
2. //: Wenn Liebe bei uns einzieht …
3. //: Wenn Hoffnung bei uns einzieht …
Segen: GOTT segne dich und behüte dich; GOTT lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig. GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden.

Lese-Gottesdienst am 20. Sept. 2020

Lese-Gottesdienst am 20. Sept. 2020

(Text: Pfr. Koring, Musik-Einspielung: Susanne Weingart-Fink)

Heute verbindet sich das geschriebene Wort mit Bild und Musik. Stellen Sie ein Glas Wasser und eine Blume vor sich, legen Sie einen duftenden Apfel dazu, Nüsse, Kastanien – betrachten Sie auch die erschreckenden Bilder: dürre Bäume, rissige Böden, überquellende Mülltonnen …, die bittere Seite der Wahrheit.

GOTT sei mit dir: als Quelle der Liebe; als Gnade, die Mensch wird; als Kraft, die Leben schafft.

K önnen wir einen Schmetterling erschaffen, ein Blume? Beide auszurotten ist einfach. In unsere gute Absicht ist viel schädliche Auswirkung eingemischt. Warum? Wir wollen doch nur leben. Nur leben? Warum kriegen wir den Hals nicht voll? „All eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch.“

Soviel Freude hast du, Gott, in die Welt gegeben: Sonne, Sterne, Schmetterlinge, Lieder, Blumen, schöne Dinge, dass wir fröhlich leben.

Und du gibst uns einen Ort, den wir Heimat nennen, Städte, Dörfer, uns gebaut, Berge Täler, uns vertraut, die wir lieben kennen.

Und du lässt uns mit Verstand, schaffen, planen walten: Krankenhäuser und
Maschinen, Schulen, Flugzeug Straßen, Schienen, diese Welt gestalten. EG 653

W enn der HERR nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.
Wenn der HERR nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst.
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht und lange arbeitet und esst euer Brot mit Sorgen;
denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.. Psalm 127

G ott, wir loben dich für die Schönheit der Schöpfung, für Luft und Wasser, Nahrung und Gesundheit, für Arbeit, für Freundschaft, für Geborgenheit und Liebe. Tu deine Hand auf,
und sättige alle, die dich anrufen, nach deinem Wohlgefallen. Amen.

Seht die Lilie auf dem Feld: sie arbeiten nicht, sie spinnen nicht, …
doch sind sie schöner gekleidet als Salomo in all seiner Pracht. Mt 6, 25-34

♫ Ich weiß, dass du der Brunn der Gnad und ewge Quelle bist,
daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fließt.

Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu
und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, treulich bei. EG 324

Gott nahm den Menschen und setze ihn in den Garten, dass er ihn bebaue und bewahre. Gen 2, 15

Man kennt nur, was man liebt. Man kann nur lieben, was man kennt. Das eine ist die Voraussetzung für das andere: Um Blumen und Bäume und die verschiedenen Gräser zu kennen, muss man mit den Pflanzen vertraut sein wie mit einem guten Freund. Die Natur macht es uns leicht, sie zu lieben und kennen. Sie betört und mit dem würzigen Duft, der von der Apfelblüte, von Blumen und Kräutern oder von frischem Heu ausgeht. Sie erfreut uns mit dem Gesang der Amsel, dem Ruf des Rotkehlchens und dem Lied der Nachtigall. Sie zieht uns in ihren Bann, wenn wir vor einem Wasserfall stehen oder den klaren Sternhimmel betrachten. Sie erhebt unser Herz, wenn wir einen Gipfel erklommen haben und die Fernsicht genießen.

Wir staunen über die Kristalle, die im Erdinnern gebildet wurden; wir bewundern das kunstvoll gewobene Netz einer Spinne, wir bewundern den Glanz eines Tautropfens am Grashalm oder die Perle im Blattgrund des Frauenmäntelchens. Wir erforschen die Gesetze der Natur, wir nutzen die Gesetze von Auftrieb und Schwerkraft, so dass Schiffe schwimmen und Flugzeuge fliegen. Wie viel wir von der Ordnung der Welt er-kennen, so viel haben wir auch an-zuerkennen. Von Jahr zu Jahr wächst das Wissen über medizinische und chemische Vorgänge, zugleich schwindet bei vielen Menschen das Gespür für die Auswirkungen ihres Tuns auf die Gesundheit, auf Tiere und Pflanzen, auf Wasser, Luft, und Erde.

Der moderne Mensch nennt sich Verbraucher – er verbraucht Rohstoffe und Energie, Früchte, Tiere, Arbeitskräfte – manchmal werden sogar Menschen zum Konsumgut. Damit werden wir unserem Auftrag, die Welt zu pflegen und Schaden von ihr fernzuhalten, nicht gerecht. Ohne Achtung, ohne Staunen und Freude werden wir die Welt weder verstehen noch erhalten. Die Farbsymphonie, die die Sonne an den Himmel malt; ein spielendes Kind und ein zufriedener alter Mensch; jedes Lächeln, jeder Kuss kann in uns die Liebe wecken zur ganzen Schöpfung, kann uns mit Staunen erfüllen, so dass wir uns unserer Verantwortung für sie bewusst werden.

Die Schöpfung erstrahlt von Schönheit - gleichwie die Gestirne ihr Licht über den Himmel streuen. Glanz und Schönheit der Welt künden die Ehre Gottes. Wo die Ehre Gottes wohnt, da ist der Garten Eden, der Garten der Wonne. Da geht es Pflanzen und Tieren gut, dem Wasser und der Luft, da geht es auch den Menschen gut. Doch der Garten der Wonne entschwindet, wo der Mensch die Welt aus ihrem Gegenüber zu Gott zu sich selbst hinwendet, um sich ihrer zu bemächtigen und sie schonungslos auszubeuten. Dies haben wir lange Zeit in der Überzeugung getan, wir Menschen seien die Krone der Schöpfung. Aber im Sinne der Bibel sind wir das nicht, sondern wir sind ihr Gärtner. Gott hat uns zu seinen Mitarbeitern bestimmt, zu Hütern der Schöpfung. Wo wir ihm durch unsere Arbeit und Freizeit Ehre erweisen - da ist Eden. Da werden wir zumindest einen Hauch von Wonne genießen.

Gott lässet Saaten werden zur Nahrung Mensch und Vieh. Er bringet aus der Erde das Brot und sättigt sie.
Er sparet nicht an Güte, die Herzen zu erfreun. Er schenkt die Zeit der Blüte, gibt Früchte, Öl und Wein. EG 602,4

Das tiefe Geheimnis des Gartens der Wonne ist, dass Gott uns zur Mitte des Lebens wird: zur Quelle der Freude und Zufriedenheit, zum segensreichen Baum. Im Garten der Wonne steht der eine Baum, der das Leben in sich birgt – und da steht der andere Baum, der unser Erkennen aus Halbwahrheiten und Selbsttäuschungen in die volle und manchmal ernüchternde Wahrheit führt. Indem wir von diesem Baum essen, lernen wir, unsere helle Seite mit der dunklen und unbeachteten Seite zusammenzusehen.

Im Garten der Wonne ist nach Gottes Willen alles lieblich und verlockend, geradewegs zum Hineinbeißen. Und was lieblich und verlockend ist, das kann am fröhlichsten die Schönheit zurückspiegeln und Gott Ehre erweisen - so auch die Handbreit Leben, die Gott dir auf das Lieblichste eingerichtet und mit herzlichen Verlockungen gesegnet hat. Das ist dein Platz im Garten der Wonne.

Gott selbst hat seine Freude daran. Der Schöpfer hat auch für sich eine Verlockung geschaffen: denn das lieblichste unter allen Geschöpfen ist ihm der Mensch. Gott würde es gar nicht ohne den Menschen aushalten, meint Hiob: „Du hast Verlangen nach dem Werk deiner Hände“. Augustinus sagt daraufhin: „Der Mensch ist die Sehnsucht Gottes.“ Ein wenig Staub ist der Mensch, Wasser, Kohlenstoff, Calcium, zerbrechlich wie eine Tonscherbe, sterblich wie alle Lebewesen. Und doch hat der Schöpfer sein Geschöpf „herrlich zu sich erhoben, sich erwählt zum Freund und Gehilfen (Ps.8, EG 270,5).“

Mit seinem leiblichen Dasein ist der Mensch gebunden an die mütterliche Erde. Aus ihrem Schoß wird er in einem zweiten Schöpfungsakt zum Leben erweckt: Seinen Atem gibt Gott dem Wesen, das er liebt, den zarten Hauch der Liebe. So kann der Mensch mit Gott reden und auf ihn hören, seine Liebe genießen und erwidern. Gottes Sehnsucht ist der Mensch. Und darum: des Menschen Sehnsucht ist Gott.

Gott hat ihn ja mit dem Geist der Sehnsucht angehaucht. Geist - darunter verstehen wir nicht Intelligenz, sondern Atem, treibende Kraft. Geist meint Kraft und Richtung, die Wendung aller Wesen zu Gott hin. „Zu dir hin hast du uns geschaffen. Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir“, sagt Augustin. Je mehr wir Gott lieben, desto tiefer werden wir ihn als gestaltende Kraft unseres Lebens erkennen. Und: Mit jedem Schritt wachsender Erkenntnis unserer selbst werden wir Gott und die ganze Schöpfung inniger lieben.

D och in vielen Menschen lebt weder die Sehnsucht noch die Erkenntnis, sondern Selbstsucht und Verblendung. Viele suchen den Hunger der Seele nach Sinn und Wahrheit dadurch zu stillen, dass sie vergänglichem Hab und Gut nachjagen. Dadurch geraten sie in einen ständigen Konflikt mit den Mitmenschen und der Natur. Dieser Streit um das Haben und Genießen spaltet die Menschen in Arme und Reiche, Hungernde und Übersättigte, und reißt blutige Wunden in die ganze Schöpfung.

Die traurige Geschichte unserer unbeherrschten Herrschaft zeigt, was alles der Fall war und der Fall ist - insofern leben wir in einer gefallenen Welt.
Wie oft wird aus einem Anfall von Neugier ein Vorfall von Kurzsichtigkeit,
der bald in einen Rückfall in Trotz und Vergeltung umschlägt.
Doch der Fall Mensch ist damit nicht zu Ende. Vielmehr wiegt Gott den
Unfall des Eigensinns durch den Glücksfall der Gnade auf.

Der Mensch unserer Werbespots ist der selbst-gefällige Mensch, der sich selbst Maß und Gesetz ist. Die Erzählung vom Garten der Wonne hingegen zeigt den gottgefälligen Menschen, der in Sehnsucht durch Erkenntnis und Liebe mit Gott im Einklang lebt. Gerade weil die irdischen Güter lieblich und verlockend sind, tausend Küsse der Güte Gottes, darum werden wir sie nicht habgierig verbrauchen, vielmehr werden wir respektvoll die Kreisläufe der Natur bewahren, die Lebens-Mittel teilen und Leib und Seele der Hungrigen stärken. Unsere Sehnsucht nach Gott und Gottes Sehnsucht nach uns sind der Schlüssel zum Garten der Wonne. Amen.

Mancher doch in seinem Wahn will das Gute meiden. Neid und Hass und Eigensinn,
Krieg, Gewalt und Machtgewinn schaffen Not und Leiden.
EG 653,5

G ott, unsere Sorgen legen wir in deine Hand. Lass uns an deiner Fürsorge lernen, für einander zu sorgen und denen zu helfen. denen das Nötige zum Leben fehlt: Sicherheit, Wohnung, Nahrung, Arbeit und Einkommen. Lass uns über
den Schwachen in der Nähe nicht die Bedürftigen in der Ferne vergessen.

Gesunde Nahrung, reines Wasser, frische Luft, alles hast Du uns übergeben. Weil wir nach Gewinn gieren, zerstören wir, was Du uns anvertraut hast. Lass uns die Gefahr erkennen und unsere Lebensweise ändern. Hilf uns, in gemeinsamer Bemühung die Erde, diesen Garten Eden, zu bewahren. Vater unser

♫ Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Tun erweckt mir alle Sinnen;
ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen.

Mach in mir deinem Geiste Raum, dass ich dir werd ein guter Baum, und lass mich Wurzel treiben.
Verleihe, dass zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben. EG 503, 8.14

Segen: GOTT segne dich und behüte dich;
GOTT lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden. Amen.