Aktuelles

 

Miteinander verbunden bleiben

 

Weiterhin keine Gottesdienste

Wegen der hohen Infektionszahlen in Heilbronn finden vorerst keine Gottesdienste statt.

Wir hoffen, sie nach dem 31. Januar 2021 wieder stattfinden lassen zu können.


 

Auch in Zeiten ohne Gottesdienste in der Kirche wollen wir miteinander verbunden bleiben. Leseandachten zu unseren Sonntagen finden Sie auf dieser homepage.

Weitere digitale Gottesdienst-Angebote unter:
www.kirche-heilbronn.de
Gerne werfen wir Ihnen die Andacht auch in den

Briefkasten. Bitte geben Sie dazu im Pfarramt Bescheid (Tel. 571485).

Für Ihre persönliche Andacht ist die Kirche an den Sonntagen geöffnet:

    Sonntag, 17. Januar                                        10.30 - 11.30 Uhr

    Sonntag, 24. Januar                                        10.30 - 11.30 Uhr

    Sonntag, 31. Januar                                        10.30 - 11.30 Uhr

Unsere Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen finanzieren wir
durch Ihre Opfer und Spenden.
Wir danken Ihnen, wenn Sie uns in diesen Zeiten ohne Opfereinnahmen
mit einer Spende unterstützen.
Konto-Nr. IBAN: DE75 6205 0000 0000 1021 80

 


      

Andachten

Lese-Gottesdienst am 17. Jan. 2021

Lese-Gottesdienst am 17. Jan. 2021

(Text: Pfr. Koring. Musik-Einspielung: Susanne Weingart-Fink)

 

GOTT sei mit dir: als Quelle der Liebe; als Gnade, die Mensch wird; als Kraft, die Leben schafft.

Eine Menge mag gering scheinen, der Fülle fehlt nichts: „Von seiner Fülle haben wir genommen Gnade um Gnade.“

70 Wie schön leuchtet der Morgenstern voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn, die süße Wurzel Jesse. Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm, mein König und mein Bräutigam, hast mir mein Herz besessen; lieblich, freundlich, schön und herrlich, groß und ehrlich, reich an Gaben, hoch und sehr prächtig erhaben.

915 Danket dem Herrn, ruft an seinen Namen, verkündigt sein Tun unter den Völkern.
Redet von seinen Wundern, rühmt seinen Namen. Es freue sich das Herz derer, die ihn suchen

Gedenkt seiner Wunderwerke, die er getan hat, der Zeichen und Urteile seines Mundes.
Er ist der Herr, unser Gott, er richtet alle Welt. Er gedenkt ewig an seinen Bund. (aus Psalm 105)

Gott, dein Leben willst du mit uns teilen und alle Tage bei uns sein. deine Nähe zu erfahren macht uns froh.
Du sammelst die Enttäuschten und Verzagten um dich, damit sie
bei dir im Licht stehen.
S
o führe auch uns aus Traurigkeit zur Freude, aus der Enge unseres Ich zur Gemeinschaft mit dir.

Röm12,9-16 …Wir haben mancherlei Gaben… Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.

        

268 Strahlen brechen viele aus einem Licht. Unser Licht heißt Christus.
Strahlen brechen viele aus einem Licht – und wir sind eins durch ihn.

Zweige wachsen viele aus einem Stamm. Unser Stamm heißt Christus.
Zweige wachsen viele aus einem Stamm – und wir sind eins durch ihn.

Gaben gibt es viele, Liebe vereint. Liebe schenkt uns Christus.
Gaben gibt es viele, Liebe vereint – und wir sind eins durch ihn.

Dienste leben viele aus einem Geist, Geist von Jesus Christus.
Dienste leben viele aus einem Geist – und wir sind eins durch ihn.

Glieder sind es viele, doch nur ein Leib. Wir sind Glieder Christi.
Glieder sind es viele, doch nur ein Leib – und wir sind eins durch ihn.

Joh 2,1-11 … Füllt die Krüge mit Wasser. Schöpft nun und bringt’s dem Speisemeister…

(1) Kana, die kleine Stadt im galiläischen Bergland, war wie verzaubert: die Straße wurde gereinigt, der Hof gefegt, das Haus aufgeräumt, der Eingang mit Girlanden geschmückt. Teppiche wurden gewaschen und getrocknet, Tische aufgestellt – denn eine Hochzeit stand bevor.

Zum Grummeln der Mühle hörte man die Mägde singen. Bald duftete das ganze Haus nach frischem Brot und gebratenem und gesottenem Fleisch. Der Innenhof mit seinem Säulenumgang wurde mit Zweigen geschmückt, Tische wurden gedeckt; zuletzt wurden die Öllämpchen aufgehängt. Am Abend soll das Fest beginnen. Die Familie und die Freunde des Bräutigams hatten alles gut vorbereitet. Es sollte an nichts fehlen.

Die kleine Stadt war in bester Stimmung. Denn eine Hochzeit ist etwas Besonderes. Alle Leute kommen und wünschen dem glücklichen Paar Segen. Deshalb dauert eine Hochzeit im Orient mehrere Tage, bis tief in die Nacht hinein wird erzählt, gegessen und getrunken, gelacht, gesungen, getanzt – Freude ohne Ende.

Alle genießen das Fest in vollen Zügen. Hochzeit – eine hohe Zeit, erhebend für das glückliche Paar. In der Freude der feiernden Festgesellschaft soll sich das Paar wie auf Rosen gebettet fühlen. Doch plötzlich bekommt das Fest einen tiefen Riss. An die Stelle der unbeschwerten Heiterkeit treten Bestürzung und Sorge. Der Bräutigam ist beschämt - denn der Wein ist zu Ende. Alles hätte zur Neige gehen dürfen, nur nicht der Wein. In alle Ewigkeit wird das zur Sprache kommen, wenn man an diese Hochzeit denkt. Hilflos, ratlos, beschämt schaut der Bräutigam den Speisemeister an - und der weiß auch keinen Ausweg aus der Blamage.

(2) Derzeit fühlen wir uns nicht wie Hochzeitsgäste. Keine Freude, kein Kontakt, kein Tanz, kein Absinken der Infektion, stattdessen bedrängt uns die Sorge, dass wir Covid19 nicht loswerden, dass Firmen bankrottgehen und viele Menschen ihre Arbeit verlieren. Freilich, dass uns etwas misslingt, dass uns die Luft ausgeht, das kennen wir alle:
Unversehens geraten wir in Not. Gerade noch sind wir in Schwung und haben Erfolg und alles gerät wohl, da trifft uns aus heiterem Himmel ein Schlag: Eine bösartige Erkrankung macht alle Träume zunichte. Eine tiefe Enttäuschung zieht uns den Boden unter den Füßen weg. Misstrauen schleicht sich ein und baut eine hohe Mauer um uns herum. Plötzlich sind alle Vorräte an Lebensmut, an Kraft und Sicherheit aufgezehrt.

Manchmal stehen wir vor einer schweren Aufgabe und wissen nicht, wie wir sie lösen sollen.
Wir versuchen es einmal, zweimal – ohne Erfolg. Unser Lebensmut, unsere Zuversicht sind geschwunden, der Weinkrug ist leer. Und das bleibt nicht verborgen. Alle kriegen es mit.
Was können wir da mit unserer Angst und Ohnmacht tun? Wir können sie überspielen, verharmlosen, verstecken, einen Schuldigen suchen – doch das macht nichts besser. Wir können aber auch unsere Angst und Ohnmacht einfach zugeben und aushalten – wir können sie einfach in den großen Krug der Wahrheit füllen.

Wenn der Wein ausgeht, wenn Krankheit, Trauer, Misserfolg oder Streit uns überfallen, haben wir nur die Wahrheit, bitter, aber klar wie Wasser. Nur die bittere Wahrheit können wir in unsern Krug füllen. Eine Panne zugeben, den Fehler eingestehen, das kostet uns Überwindung. Aber ist es ausgesprochen, gewinnen wir ein wenig Abstand und innere Freiheit. So geben wir dem Fehler einen Namen, aber auch eine Grenze.

Auch der leidvolle Teil unseres Lebens ist ein wertvoller Teil unseres Lebens. Oft erscheint uns die Panne, die nicht hätte passieren dürfen, als größtmöglich anzunehmender Unfall. Doch begriffen, gesammelt im Krug, können wir daraus Kraft schöpfen und Zutrauen zu uns selbst gewinnen.

Wie mit Fehlern gehen wir oft auch mit Menschen um: wir grenzen sie aus, reden schlecht über sie, machen Monster aus ihnen. Geben wir unseren Ängsten reale Namen, benennen wir die Mängel, unter denen die Gesellschaft auseinander bricht, benennen wir den Egoismus, der unsere Demokratie aushöhlt, und füllen wir alles in den Krug der Wahrhaftigkeit.
Viele sind besorgt und belastet durch die Pandemie; unzufrieden mit den Anordnungen, ratlos angesichts ausbleibender Hilfen. Wir werden einander viel zu verzeihen haben – darum müssen wir auch offen darüber reden. Lasst uns einander erzählen, zuhören, ernstnehmen. Das wird einen Wandel bewirken.

(3) Wir Christen insgesamt, alle Konfessionen, sind zur Hochzeit geladen. Denn wir essen und trinken am Tisch des Himmelreiches, wir sättigen uns an der Liebe Gottes, wir genießen seine Güte und Menschenfreundlichkeit. Wir halten ihm unsere hungrigen Hände hin – und er füllt sie mit Lebenskraft, Lebensmut und Lebensfreude – und das alles gratis. Aber wie schnell gehen uns diese himmlischen Gaben verloren!

Manche klagen über den Zustand der Kirche, sie sei weltfremd oder zu modern, festgefahren in Gewohnheiten oder sie laufe kopflos hinter jeder Mode her. Die Kirche richte sich nach dem Zeitgeschmack oder sei ein Museum ihrer unrühmlichen Vergangenheit.
Manche klagen, der Gemeinde fehle es an Zusammenhalt, an Schwung und Herzenswärme -
und während sie klagen, ziehen sie sich immer tiefer in Pessimismus und Resignation zurück.

Gewiss haben auch wir etwas zu kritisieren und zu beklagen, aber noch während wir lesen oder hören, dass Gott wie ein Liebhaber um uns wirbt und uns an seinem Tisch großzügig bewirtetnoch während wir das sagen, geht uns der Wein aus. Der Glaube lahmt, die Freude erlischt, die Hoffnung feiert „the same procedure as every year.“ Was sollen wir tun?

Hört, was Jesus euch sagt und tut es“, rät seine Mutter. Sie weiß, dass er die Wahrheit redet, die uns hilft. Und er sagt nüchtern, fast schockierend: „Füllt die Krüge mit Wasser.“

(4) Füllt alles ein, was ihr beklagt und was euch das Leben schwer macht:
Ohnmacht, Ratlosigkeit, Vereinzelung, Routine, Erstarrung, Angst, Zweifel, Ungeduld, Sehnsucht. Streitet nicht, wer Recht hat. Fügt alles zusammen, was allein zu wenig ist. Gebt eurem Mangel Namen. Gebt Raum dem, was allein zu wenig ist und nicht leben kann, – und nehmt es wieder in Gebrauch.
Füllt die bittere Wahrheit in die Krüge und schöpft daraus, so werdet ihr Leben in Fülle haben.

Leben in der Freude, die aus Furcht und Not ersteht – bedeutet mehr Herzlichkeit, Offenheit, Nähe
mehr Lust unter aller Last, mehr Schwung, mehr Hoffnung, mehr Vertrauen, mehr Weitblick,
mehr gegenseitige Achtung und Anerkennung, mehr Tatkraft und Bereitschaft zu teilen,
mehr Dialog, mehr Friede, mehr Ausstrahlung.

Gut schmeckt der Wein des Himmelreichs, das Brot des Lebens und der Kelch des Heils.
Gut schmeckt das himmlische Mahl mitten im Alltag der Welt, besser als der Stolz auf unsere Tüchtigkeit, besser als die Klage über die Trägheit anderer. In IHM ist Freude in allem Leide. Amen.

398 In dir ist Freude in allem Leide, o du süßer Jesu Christ! Durch dich wir haben himmlische Gaben, du der wahre Heiland bist; hilfest von Schanden, rettest von Banden. Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet, wird ewig bleiben. Halleluja. Zu deiner Güte steht unser G'müte, an dir wir kleben im Tod und Leben; nichts kann uns scheiden. Halleluja.

Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod; du hast's in Händen, kannst alles wen­den, wie nur heißen mag die Not. Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren mit hellem Schalle, freuen uns alle zu dieser Stunde. Halleluja. Wir jubilieren und triumphieren, lieben und loben dein Macht dort droben mit Herz und Munde. Halleluja

Gott, wandle Leid in Lebensfreude. Die, deren Kräfte abnehmen, deren Herzen ausgebrannt sind, bewahre davor, zu verbittern. Hilf ihnen, Schmerz und Verlust anzunehmen, Angst auszuhalten, Mut und Möglichkeiten auszuschöpfen. damit sie nicht an ihrer Not und Last zerbrechen.

Die jung und frisch ins Leben gehen oder auf der Höhe ihrer Kraft stehen, die täglich Leistung erbringen müssen
und oft Zerreißproben ausgesetzt sind: bewahre sie davor, sich zu verausgaben. Lass sie Erfüllung und Frieden finden in dir und Kraft schöpfen für Leib und Seele. damit sie sich aus deiner Nähe und Liebe ernähren.

Hilf uns, Gefahr zu meiden, dennoch einander nahe zu sein, einander zuzuhören, Einsame zu trösten, Schwache zu stärken, Hoffnung zu wecken, wo Verzweiflung quält, Freude zu bringen, wo der Kummer wohnt. Vater unser

74 Du Morgenstern, du Licht vom Licht, das durch die Finsternisse bricht,
du gingst vor aller Zeiten Lauf in unerschaffner Klarheit auf.

Du Lebensquell, wir danken dir, auf dich, Lebend'ger, hoffen wir;
denn du durchdrangst des Todes Nacht, hast Sieg und Leben uns gebracht.

Bleib bei uns, Herr, verlass uns nicht, führ uns durch Finsternis zum Licht,
bleib auch am Abend dieser Welt als Hilf und Hort uns zugesellt

Gott segne dein Aufbrechen und Weitergehen - er sei mit dir in allem Wandel.
Gott segne deine Liebe zu allem, was lebt. und deine Empörung über das Unrecht.
Gott segne die Demut deines Herzens, die Klarheit deiner Worte, die Kraft deiner Hände.

Gott erleuchte dich, mache deinen Weg hell und segne dich - der Vater - durch den Sohn - im Heiligen Geist.

1. Sonntag nach Epiphanias, 10.1.2021

Verbunden durch Liebe und Internet/ 1. Sonntag nach Epiphanias, 10.1.2021,

Pfarrerin Anette Prinz ,
Musikstücke: Susanne Weingart-Fink

 

GOTT sei mit dir: als Quelle der Liebe; als Gnade, die Mensch wird; als Kraft, die Leben schafft.

Wenn ein neues Jahr beginnt, kannst du dir viel darin vornehmen. Vielleicht reicht es aber auch ganz und gar an diesem Wort der Woche festzuhalten: „Welche der Geist Gottes treibt, die sind Gottes Kinder“. (Röm 8,14)

EG 74
1. Du Morgenstern, du Licht vom Licht, das durch die Finsternisse bricht, du gingst vor aller Zeiten Lauf
in unerschaffner Klarheit auf.
2. Du Lebensquell, wir danken dir, auf dich, Lebend’ger, hoffen wir; denn du durchdrangst des Todes Nacht,

hast Sieg und Leben uns gebracht.
3. Du ewge Wahrheit, Gottes Bild, der du den Vater uns enthüllt, du kamst herab ins Erdental
mit deiner Gotterkenntnis Strahl.

Psalm 89
Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für;
denn ich sage: „Auf ewig steht die Gnade fest; du gibst deiner Treue sicheren Grund im Himmel.“
(Denn Gott sprichst :) „Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Auserwählten, ich habe David, meinem Knechte, geschworen: Ich will deinem Geschlecht festen Grund geben auf ewig und deinen Thron bauen für und für. Er wird mich nennen: ‚Du bist mein Vater, mein Gott und der Hort meines Heils.
Und ich will ihn zum erstgeborenen Sohn machen, zum Höchsten unter den Königen auf Erden.
Ich will ihm ewiglich bewahren meine Gnade, und mein Bund soll ihm fest bleiben.
Ich will ihm ewiglich Nachkommen geben und seinen Thron erhalten, solange der Himmel währt.“

Gebet Barmherziger Gott, in der Taufe hast du mich dessen gewiss gemacht, dass ich dein geliebtes Kind bin. Du hast mich bei meinem Namen gerufen: Ich bin dein. Hilf mir weiterzugehen auf dem Weg, der durch Christus sichtbar wurde und den du mit mir begonnen hast. Mache mich zu einem Menschen, an dem du deine Freude findest.


NL 11
Christus, dein Licht verklärt unsre Schatten, lasse nicht zu, dass das Dunkel zu uns spricht.
Christus dein Licht erstrahlt auf der Erde und du sagst uns: Auch ihr seid das Licht.

Drei Wochen durften wir keinen Gottesdienst in unser Kirchen feiern. Ab nächsten Sonntag dürfen wir es wieder tun. Mit Freude an der spürbaren Gemeinschaft, die auch der schönste Fernsehgottesdienst nicht wirklich vermitteln kann.
Wenn Paulus im Text für diesen Sonntag von Gottesdienst spricht, denkt er über den Sonntag hinaus an den Dienst für Gott im Alltag und konkretisiert den Geist, von dem die „Kinder Gottes“ sich leiten lassen sollen.

Bibletext:
Ich ermutige euch, Geschwister: Verlasst euch auf Gottes Mitgefühl und bringt euch mit Leib und Leben als lebendige und heilige Gabe dar, an der Gott Freude hat. Das ist euer vernünftiger Gottes-Dienst.
Schwimmt nicht mit dem Strom, sondern macht euch von den Strukturen dieser Zeit frei, indem ihr euer Denken erneuert. So wird euch deutlich, was Gott will: das Gute, das, was Gott Freude macht, das Vollkommene.
Erfüllt von der Zuneigung Gottes, die mir geschenkt wurde, sage ich nun einer jeden und einem jeden von euch: Überfordert euch nicht bei dem, wofür ihr euch einsetzt, achtet auf eure Grenzen bei dem, was ihr vorhabt. Denn Gott hat jedem und jeder ein bestimmtes Maß an Kraft zugeteilt, Glauben zu leben.
Denkt an unseren Körper. Er ist eine Einheit und besteht aus vielen Körperteilen, aber nicht jedes Teil hat dieselbe Aufgabe. So sind wir, obwohl wir viele sind, doch ein einziger Körper in der Gemeinschaft des Christus. Einzeln betrachtet sind wir Körperteile, die sich füreinander einsetzen. Wir haben jeweils unterschiedliche Fähigkeiten, die uns in göttlicher Zuwendung geschenkt wurden: Wer die Gabe hat, prophetisch zu reden, nutze sie, um deutlich zu machen, welches Handeln dem Vertrauen auf Gott entspricht. Wer die Gabe hat, für andere zu sorgen, nutze sie zum Wohl der Gemeinschaft. Wer die Gabe hat zu lehren, nutze sie, um andere am Wissen teilhaben zu lassen. Wer die Gabe hat zu trösten, nutze sie, um andere zu ermutigen. Wer mit anderen teilt, sei aufrichtig dabei. Wer eine Leitungsaufgabe übernimmt, fülle sie mit Begeisterung aus. Wer solidarisch mit anderen lebt, soll es heiter tun. (Röm 12,1-8)

Als sich die ersten christlichen Gemeinden gründeten, war die Gesinnung der Menschen sehr unterschiedlich. Die einen waren Griechen und hatten ihren Glauben, andere waren Juden mit ihrem religiösen Hintergrund, wieder andere kamen als römische Bürger aus der römischen Religion oder vielleicht auch aus gar keiner. Da waren Menschen, die lesen und schreiben konnten – andere nicht. Da war die Frage der Stellung der Frau in der Gemeinde – haben sie die gleichen Rechte? Und da waren, wie überall, die vermeintlichen Alleskönner und die, die sich wertlos vorkamen. Kurz gesagt: Am jungen Christentum war wenig Einheitliches.

Das war Paulus bewusst. Er weiß auch: der Glaube hält nichts „einfach so“ zusammen, man muss es schon wollen. Er sucht nach dem, was die unterschiedlich geprägten Menschen in der christlichen Gemeinde verbindet. Für ihn ist das der Wille, so zu leben wie Gott es gefällt. Und Gott gefällt, schreibt Paulus, wenn jeder Mensch, die Fähigkeit, mit der er begabt ist in die christliche Gemeinschaft einbringt und sie zum Wohl aller auch einsetzen darf. Und keiner auf ihn und seine Gabe herabsieht.
Ganz selbstverständlich war das damals nicht und ist es auch heute noch nicht. Ich denke zum Beispiel daran, wie lange in nicht wenigen Gemeinden Christinnen das gemeinsame meditative Tanzen untersagt wurde. Ich denke auch an einen akrobatisch begabten Jugendlichen, der gerne in seiner Gemeinde für andere junge Leute einen Jonglierkurs angeboten hätte. Die Verantwortlichen lehnten es ab, weil sie nichts Christliches
darin erkennen konnten.
Sind wir aufgeschlossener in unserer Gemeinde? Bestimmt. Oder? Wenn die Gemeindearbeit wieder aufblühen darf – bald hoffentlich-, spricht Pauls dafür, darauf zu achten ob wir es sind.
Gibt es vielleicht unsichtbare, aber doch schmerzhafte Grenzen zwischen Menschen und Gruppen? Das wäre einerseits menschlich, andererseits aber wäre es nötig, diese zu überwinden. Mit dem klugen Hinweis des Apostels: Einander die unterschiedlichen Gaben zuzugestehen; einander die Gaben auch nicht absprechen – und einander so zu würdigen, wie wir sind.
Glaube hält nichts „einfach so“ zusammen. Paulus hat das früh erkannt. Erst unsere je eigenen und herrlich unterschiedlichen Gaben machen den christlichen Glauben in alle Richtungen lebendig.

EG 268
1 Strahlen brechen viele aus einem Licht. Unser Licht heißt Christus. Strahlen brechen viele aus einem Licht
- und wir sind eins durch ihn.
3 Gaben gibt es viele, Liebe vereint. Liebe schenkt uns Christus. Gaben gibt es viele, Liebe vereint
- und wir sind eins durch ihn.
4 Dienste leben viele aus einem Geist, Geist von Jesus Christus. Dienste leben viele aus einem Geist
- und wir sind eins durch ihn.
5 Glieder sind es viele, doch nur ein Leib. Wir sind Glieder Christi. Glieder sind es viele, doch nur ein Leib
- und wir sind eins durch ihn.

Gebet Herr, unser Gott, ich denke an die Gemeinschaften, in denen ich leben.

Ich bitte dich für die europäische Gemeinschaft und für unseren Staat, diese beiden großen, unüberschaubaren Gemeinschaften von Menschen, die sich meistens nicht kennen und trotzdem aufeinander angewiesen sind. Gib uns die Fähigkeit zur Solidarität und zum Miteinander, damit unser Leben in ihnen Stabilität und

Sicherheit hat.

Ich bitte dich für unsere Familien und Freundschaften, diese privaten und persönlichen Gemeinschaften von Menschen, die wir so nötig haben: Lass sie für kein Kind, keine Frau, keinen Mann zur Hölle werden. Mach sie zu Horten der Geborgenheit, Liebe und Stärkung.

Ich bitte dich für unsere Kirchengemeinde, für jeden Menschen, der uns in ihr seine Begabung schenkt. So viele Gnadengaben kommen hier zusammen. Ich danke dir dafür. Gib unserem Gemeindeleben deinen Segen, dass es wieder wächst und blüht, Menschen erreicht und anspricht. So unterschiedlich wir auch sind, der Glaube an dich bleibt unser gemeinsames Fundament. Vater unser

EG 61
Hilf, Herr Jesu, lass gelingen, hilf, das neue Jahr geht an. Lass es neue Kräfte bringen,
dass aufs neu ich wandeln kann. Neues Glück und neues Leben wollest du aus Gnaden geben.

 

Segen: Gott segne dich und behüte dich. Gott lasse es leuchten über dir und sei dir gnädig.
Gott schaue lieben auf dich und schenke dir und aller Welt seinen Frieden.

 

 

Lese-Gottesdienst am 6. Jan. 2021

Lese-Gottesdienst am 6. Jan. 2021

(Text: Pfr. Koring. Musik-Einspielung: Susanne Weingart-Fink)

 

GOTT sei mit dir: als Quelle der Liebe; als Gnade, die Mensch wird; als Kraft, die Leben schafft.

Oft übersehen wir über dem Negativen das Positive:Die Finsternis vergeht, das wahre Licht scheint schon.“

70 Wie schön leuchtet der Morgenstern voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn, die süße Wurzel Jesse. Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm, mein König und mein Bräutigam, hast mir mein Herz besessen; lieblich, freundlich, schön und herrlich, groß und ehrlich, reich an Gaben, hoch und sehr prächtig erhaben.

714 Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?

Er deckt mich in seiner Hütte zur bösen Zeit, Gott birgt michE im Schutz seines Zeltes
Verbirg dein Antlitz nicht vor mir, du bist meine Hilfe, lass mich nicht im Stich. (aus Psalm 27)

Gott, dein Licht erstrahle unter uns. Bewahre das Vergangene im Frieden und schenke uns Zuversicht für das Kommende. Öffne unsere Herzen und Sinne für Jesus Christus, in dem dein Heil erschienen ist.

Matth 2,1-12 … Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut ….

656    

Das Volk, das noch im Finstern wandelt – bald sieht es Licht, ein großes Licht.
Heb in den Himmel dein Gesicht und steh und lausche, weil Gott handelt.

Die ihr noch wohnt im Tal der Tränen, wo Tod den schwarzen Schatten wirft:
Schon hört ihr Gottes Schritt, ihr dürft euch jetzt nicht mehr verlassen wähnen.

Er kommt mit Frieden. Nie mehr Klagen, nie Krieg, Verrat und bittre Zeit!
Kein Kind, das nachts erschrocken schreit, weil Stiefel auf das Pflaster schlagen.

Die Liebe geht nicht mehr verloren. Das Unrecht stürzt in vollem Lauf.
Der Tod ist tot. Das Volk jauchzt auf und ruft: »Uns ist ein Kind geboren!«

Dann stehen Mensch und Mensch zusammen vor eines Herren Angesicht,
und alle, alle schaun ins Licht, und er kennt jedermann mit Namen.

Jes 60,1-6 Mache dich auf, werde licht, denn dein Licht kommt, der Glanz Gottes erstrahlt über dir.

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. An vielen Redewendungen wird das deutlich. Wir sagen: „ich bin auf dem Weg der Besserung. Ich gehe vor Gericht. Mit diesem Problem müssen wir in die Öffentlichkeit gehen.“ Bei Rechenaufgaben reden wir vom Lösungsweg, bei der Berufsausübung vom Aufstieg in höhere Position, bei der Geschäftsführung vom steilen Weg zum Erfolg. Unseren Werdegang zeigen wir im Lebenslauf.

Ein Weg ist weit mehr als ein Streifen in der Landschaft. Ein Weg ist im Wesentlichen eine Bewegung, ein Prozess, ein Voranschreiten, ein Aufbrechen und Weitergehen. „Ohne Gehen läuft nichts.“ Das gilt es zu hören und zu tun; dazu fordert uns der Prophet heraus: Mache dich auf!
Was kann aus dem soeben begonnenen Jahr werden, wenn wir in Furcht, Sorge, Resignation erstarren?
Wie soll das Jahr in die Gänge kommen, wenn wir sitzen bleiben? Darum:
Mache dich auf!

Der Zuruf steigert sich: anstatt blindlings herumzuirren, anstatt im Dunkel zu tappen, hören wir: werde licht! Zukunft entsteht, wenn sie heute beginnt. Das Licht am Horizont legt einen Widerschein in unser Herz und ermutigt uns, schon heute Licht zu verbreiten: ein Signal der Solidarität, die Glut der Hilfsbereitschaft, das Feuer der Freude. Mache dich auf, werde licht. Tritt heraus aus dem Dunkel der Sorge, aus der Schattenwelt der Zweifel. Gib Raum der Hoffnung, reiß die Fenster auf, atme Zuversicht, geh mutig voran – werde licht!

Denn dein Licht kommt. Erst im dritten Zuruf wird klar, dass sich etwas Neues Bahn bricht: Licht kommt, das hell auf deinen Weg scheint. Das Licht ist unaufhaltsam. Sein Aufgang leidet keinen Zweifel. Ob es uns erreicht, erleuchtet, ob es uns verwandelt, das hängt davon ab, ob wir uns dem Licht öffnen.

M ache dich auf, werde licht, dein Licht kommt. Auf diese Frohe Botschaft könnte ich Amen sagen. Aber weil der Prophet sein Handwerk versteht, redet er weiter: „Finsternis liegt auf der Erde, Dunkel umhüllt die Völker, aber über dir geht auf der Herr, sein Glanz erstrahlt über dir.“ Der Weckruf führt uns in die Begegnung: Gott kommt! Wie die Sonne aufgeht, so erstrahlt seine heilende, belebende Kraft über uns. Das tut uns gut.

Ein schweres Jahr liegt hinter uns: manche sind glimpflich davongekommen, anderen hat die Lungenkrankheit hart zugesetzt. Was wir in jedem Alter brauchen, Nähe, Berührung, Umarmung, ist zur Lebensgefahr geworden: Freunde, Geschwister, Ehepartner haben einander angesteckt, Enkel ihre Eltern und Großeltern. Aber die Not hat viele auch erfinderisch gemacht, um zu helfen und zu ermutigen. Unsere medizinischen Fachkräfte haben mit großem Einsatz viele Kranke gesund gepflegt. Liebe und Mitverantwortung verpflichten uns zu striktem Schutz auch im neuen Jahr. Denn die Schatten des alten fallen weit voraus. Viele Gastwirte, Einzelhändler, Kulturschaffende, Dienstleistende und viele Beschäftigte fürchten, dass der Verdienstausfall sie ruiniert.

Ihre Sorgen bilden nur die Schaumkrone über vielen anderen Problemen: Verschwörungsfantasien, fake-news, Fanatismus. Produktion im Billiglohn, Massentierhaltung, Massentourismus - aber Flüchtlinge hausen in überfüllten Lagern und durchnässten Zelten – so muss kein Tier leben. Traurig, aber wahr.

Alarm auf allen Seiten. Doch nicht allein unser Wohlergehen ist bedroht, sondern die ganze Menschheit, samt der Tier- und Pflanzenwelt. Doch wir müssen nicht die Erde retten, sondern uns, wir müssen uns ändern.

Auch die Hörer des Propheten kennen ihre Fehler. Er bringt es kurz auf den Punkt: Finsternis auf der Erde, in Dunkel gehüllt die Völker. Wer kann die kranke Menschheit aus dem Taumel ihrer Selbstzerstörung reißen? Licht kommt rettend zu Hilfe: über dir geht auf der Herr.
Im Sinai habe ich ein solches Aufscheinen erlebt: Noch deckt der Himmel sein samtiges Nachtblau übers Tal, da flammt am Horizont ein schmales Morgenrot auf. Im Nu streckt der neue Tag seine goldenen Finger in den noch tiefblauen Himmel. Dann steigt die Sonne strahlend wie ein Sieger über den Zackenkranz der Bergspitzen. Das schlafende Tal füllt sich zusehends mit Licht, Felsflanken, Tamarisken und Wege zeichnen sich ab.

Unter klarem Nachthimmel erleben wir den anbrechenden Tag und sein strahlendes Licht anders als unter einem wolkenverhangenen undurchdringlichen Grau. Aber auch da gilt: Dein Licht kommt, Gott erstrahlt über dir. Über allem, was die Nachrichten vermelden, inmitten aller Alltagsprobleme geht Gott auf - wie die Sonne. Als Zuschauer werden wir das nicht wahrnehmen, wir müssen selber hellwerden, so wird er uns erscheinen.

Mit Gott flammt Freude und Zuversicht auf: Die düstere Vergangenheit - Vertreibung und Zerstreuung - sinkt selber ins Dunkel der Geschichte. Gemeinschaft entsteht, Selbstverwaltung, Kultur und Identität blühen auf. Wie in einer Prozession streben die Zerstreuten aus aller Welt an den Ort, wo Gottes Licht erstrahlt. Der große Zustrom würde jedoch die Stadt in eine neue Katastrophe stürzen, wenn nicht gleichzeitig mit den Heimkehrenden auch viele Güter ins Land flössen und den Lebensunterhalt aller sicherten. Der Prophet sieht Delegationen der Völker und Karawanen nach Jerusalem pilgern. Sie bringen, was die Erde Gutes bietet. neben Früchten und Gewürzen Gold für die Hand des Königs und Weihrauch für die Hand des Priesters.

Lieferketten sind der pragmatische Ausdruck für Segen und Wohlergehen. Die Konjunktur zieht an, die negative Handelsbilanz und wirtschaftliche Abhängigkeit sind überwunden. Zugleich florieren Religionsausübung und soziale Gerechtigkeit. Im Warenzustrom stehen Gold und Weihrauch an oberster Stelle, das bedeutet aber nicht Zuwachs an Privatvermögen; vielmehr weisen diese Schätze auf die Grundlage des Gemeinwohls hin. Gott gebührt Ehre und Lob, von Recht und Barmherzigkeit aber leben die Menschen. „Wenn du das Unrecht aus deiner Mitte verbannst, wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte“ mahnt der Prophet.

Unsere Regierung bietet riesige Summen auf, um uns vor Covid-19 zu schützen. Zugleich haben wir gelernt, wertzuschätzen, was uns trägt: frische Luft, gesunde Nahrung, nette Nachbarn, Hilfsbereitschaft, Mitgefühl. Manche haben entdeckt, dass ein achtsames Familienleben interessanter ist als am Handy zu kleben.

In wacher Mitmenschlichkeit steckt mehr Leben als in der vermeintlichen Normalität. Darum lasst uns dem, der uns trägt, auch Gold und Weihrauch bringen. Befolgen wir den Ruf: Mache dich auf, werde selber zum Licht in dunkler Zeit. Denn der Glanz Gottes geht über dir auf.

Wir können nicht sagen: wir hätten nicht gewusst, was zu tun sei: Kranke pflegen, Einsame besuchen, Hungrige speisen, Nackte kleiden, Obdachlose ins Haus führen, Traurige trösten, die Mitmenschen lieben und demütig sein. Drum mache dich auf, werde licht, dein Gott kommt. Amen.

555 Ein Licht geht uns auf in der Dunkelheit, durchbricht die Nacht und erhellt die Zeit.
Kehrvers: Licht der Liebe, Lebenslicht, Gottes Geist verlässt uns nicht.

Ein Licht weist den Weg, der zur Hoffnung führt, erfüllt den Tag, dass es jeder spürt. Licht der Liebe :/:

Ein Licht macht uns froh, wir sind nicht allein. An jedem Ort wird es bei uns sein. Licht der Liebe :/:

G ott, sei uns nahe an hellen und an dunklen Tagen. Scheine hell hinein in Einsamkeit und Trauer, Konflikt oder Trennung, Arbeitslosigkeit oder Stress. Hilf, Probleme anzupacken, statt sie auf die lange Bank zu schieben.

Für viele stellt das neue Jahr auch neue Aufgaben: Schulabschluss, Suche nach Arbeit, Neuorientierung.
Hilf ihnen, sich offen auf Neues einzulassen.

Erscheine uns mit Güte, damit wir die Schwachen stärken, die Traurigen trösten, die Verzagten ermutigen.
Erscheine uns im Feuer der Läuterung, wenn wir uns selbst gefallen und die Mitmenschen übergehen.

Erscheine mit Trost den Einsamen, den Kranken, den Sterbenden, den Trauernden.
Weil wir dir und deinem Frieden entgegen gehen, beten wir: Vater unser...

74 Du Morgenstern, du Licht vom Licht, das durch die Finsternisse bricht,
du gingst vor aller Zeiten Lauf in unerschaffner Klarheit auf.

Du Lebensquell, wir danken dir, auf dich, Lebend'ger, hoffen wir;
denn du durchdrangst des Todes Nacht, hast Sieg und Leben uns gebracht.

Bleib bei uns, Herr, verlass uns nicht, führ uns durch Finsternis zum Licht,
bleib auch am Abend dieser Welt als Hilf und Hort uns zugesellt

Gott segne dein Aufbrechen und Weitergehen - er sei mit dir in allem Wandel.
Gott segne deine Liebe zu allem, was lebt. und deine Empörung über das Unrecht.
Gott segne die Demut deines Herzens, die Klarheit deiner Worte, die Kraft deiner Hände.

Gott erleuchte dich, mache deinen Weg hell und segne dich - der Vater - durch den Sohn - im Heiligen Geist.

Gottesdienst 3.1.2021

Gottesdienst 3.1.2021

Leseandacht von Pfarrer i. R. Manfred Kuhn  Musikstücke: Susanne Weingart-Fink

 

Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Wochenspruch aus Johannes 1: „Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“

Lied: EG 39 Kommt und lasst uns Christus ehren, Herz und Sinnen zu ihm kehren; singet fröhlich lasst euch hören, wertes Volk der Christenheit.

Gebet: Gott des Friedens und der Freude, im Jesuskind in der Krippe bist du Mensch geworden und lässt uns deine Herrlichkeit schauen.

Öffne unsere Herzen für dieses Wunder und nimm Wohnung in uns.

Heile unser Leben, dass wir von deiner Liebe und Barmherzigkeit nehmen und sie weiterschenken. Amen

Besinnung: Als Vater oder Mutter kennen Sie vermutlich die Situation, in der Sie aufgeregt gefragt haben: „Wo ist unser Kind?“ Besonders bei Einbruch der Dunkelheit steigt die Angst und Sorge. „Hoffentlich ist unserem Kind nichts zugestoßen.“ Die Eltern machen sich spätestens dann auf den Weg und suchen ihr Kind. Von solch einer Geschichte möchte ich Ihnen erzählen.

Die Vorgeschichte: Mit 12 Jahren wird ein jüdischer Junge religionsmündig, ein bar mizwa, ähnlich unseren Konfirmanden mit 14 Jahren. Der jüdische Junge ist nun verpflichtet, das Gesetz mit seinen 613 Vorschriften und Geboten einzuhalten. Wie alle Männer darf er nun im Gottesdienst aus den heiligen Schriften vorlesen.

Auch Jesus ist von seinem Vater in die heiligen Schriften und Gebote der Thora, des Gesetzes, eingeführt worden. Er, der später so souverän das Gesetz ausgelegt hat, macht keine Ausnahme. Als traditionsbewusste und fromme Juden machen sich seine Eltern alle Jahre wieder auf den weiten Weg von Nazareth in Galiläa nach Jerusalem zum Passafest. Mit 12 Jahren als bar mizwa durfte Jesus mit nach Jerusalem.

Bestimmt war die Reise nach Jerusalem für Jesus ein aufregendes Erlebnis. Die Fest-pilger fanden sich in Gruppen zusammen. Am Passafest erinnerten sie sich an den Auszug aus Ägypten, aus der Sklaverei in die Freiheit. Sie feierten das Passamahl, aßen das Lamm und die ungesäuerten Brote. Welchen Eindruck die Festlichkeiten, der Tempel, die geistliche Atmosphäre und das bunte Treiben wohl auf den jungen Jesus gemacht haben? Als die Festwoche vorüber war, sammelten sich die Pilgergruppen zur Heimreise. Josef und Maria machten sich mit Pilgern aus Nazareth auf den Heimweg. Ihren Jesus hatten sie aus den Augen verloren. Sie dachten bei sich: Er wird schon mit den Leuten aus Nazareth aufgebrochen sein. Als sie vor Einbruch der Dunkelheit den Rastplatz erreichten, suchten sie nach Jesus. Sie fragten die Verwandten, Nachbarn und Freunde: „Ist Jesus mit euch gegangen? Habt ihr unseren Jungen gesehen?“ Aber alle schüttelten den Kopf, keiner hatte ihn gesehen. Jesus war nicht auffindbar.

Panik packte sie nun. Voller Sorge kehrten Maria und Josef nach Jerusalem um. Sie suchten in den engen Gassen, aber fanden ihn nicht. Nach 3 Tagen endlich gingen sie in den Tempel hinauf. Dort fanden sie ihn. Er saß in der Halle bei den Schriftgelehrten und diskutierte mit ihnen. Er hörte ihnen zu und fragte sie viel. Die Schriftgelehrten fragten zurück Und Jesus gab gute Antworten. Darüber verwunderten sich die Schriftgelehrten und staunten nicht schlecht über den Verstand und das Wissen des Zwölfjährigen.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Jesus war kein Wunderknabe, kein Genie wie der kleine Wolfgang Amadeus Mozart. Jesus hat lediglich das Recht ausgeübt, das j e d e m Juden zusteht, sich in Frage und Gegenfrage in die geistliche Diskussion einzubringen.

Auch die Reaktion seiner Mutter Maria zeigt, dass sie ihren Jesus nicht für einen Wunder-knaben hielt, denn dann hätte sie ja mächtig stolz auf ihn sein müssen. Sie war aber „not amused“, nicht erfreut, ihn endlich in der erlauchten Theologenrunde gefunden zu haben. Sie machte ihm bittere Vorwürfe: „Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.“ Doch Jesus gab zur Antwort: „Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich im Haus meines Vaters sein muss?“

Begehrt hier Jesus wie ein Jugendlicher in der Pubertät gegen die elterliche Autorität auf? Könnten sich aufmüpfige Jugendliche auf Jesus berufen? Nein. Wusstet ihr nicht…? Nein, sie wussten und verstanden es nicht. Aber gerade dieses Wort, es ist das erste Wort aus dem Mund Jesu, ist der Schlüssel zum Verständnis des Ganzen: „Ich muss sein in dem, was meines Vaters ist.“ Jesus erkennt den Willen seines himmlischen Vaters über seinem Leben. Maria kann zwar zu Jesus „mein Kind oder mein Sohn“ sagen, aber sie kann so wenig wie Josef über ihn verfügen. Jesus ist eben nicht nur der Sohn von Maria und Josef, sondern auch der Sohn Gottes. Der Sohn kennt den Vater und hört auf den Vater. Jesus ist nicht nur Mensch, er offenbart sich als der einzigartige Sohn Gottes.

Viele Instanzen, Menschen, Vorgesetzte, Lehrer, Politiker verlangen Gehorsam. Für Jesus gibt es nur eine Instanz, der man gehorsam schuldig ist: Gott. Auch Petrus knüpft daran an, wenn er vor dem Hohen Rat bekennt: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg. 5,29)

Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Der Evangelist Lukas berichtet weiter: Jesus ging mit seinen Eltern heim nach Nazareth und war ihnen gehorsam, wie es das 4. Gebot vorschreibt. Gehorsam gegenüber Gott bedeutet für ihn nicht, dass er gegen seine Eltern aufbegehrt und eigene Wege geht. Er ist unter das Gesetz getan, wie es Paulus im Galaterbrief ausdrückt. Er ist nicht gekommen, um das Gesetz aufzulösen, sondern um es zu erfüllen.

18 Jahre später ist Jesus wieder nach Jerusalem gereist. Wieder hat er mit den Schrift-gelehrten diskutiert und Streitgespräche geführt. Diesmal haben sich die Schriftgelehrten nicht mehr über ihn gewundert. Sie haben sich über ihn geärgert, weil er sie mit göttlicher Vollmacht belehrt hat, und sie haben beschlossen, ihn aus dem Weg zu räumen.

Und wir – verstehen wir Jesus und seine Frohbotschaft? Wir dürfen darum bitten und beten, dass wir ihn verstehen. Und wir sind eingeladen, ihm nachzufolgen. Denn er ist der Sohn Gottes. Wer den Sohn hat, der das das Leben. Das gilt. Bitte lesen Sie die Geschichte in Lukas 2, 41-52 nach.

Lied 56 Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsre Nacht nicht traurig sein! Der immer schon uns nahe war, stellt sich als Mensch den Menschen dar.

Gebet: Herr Jesus Christus, du bist einzigartig. Du bist ein Mensch wie wir, unter das Gesetz getan, den Zwängen dieser Welt und des vergänglichen Lebens ausgesetzt. Aber du bist auch der Sohn des ewigen Vaters, voller Liebe und Barmherzigkeit.

Danke, dass wir durch dich das Leben haben. Bitte hilf uns, dir nachzufolgen und führe uns durch deinen Heiligen Geist auf deinem Weg. Bitte führe diese geschundene Erde und verlorene Menschheit aus der Dunkelheit zum Licht. Erbarme dich der Kranken, der Verzweifelten, der Hungernden und Leidenden. Lass sie deine Herrlichkeit erfahren. Amen

Vater unser

Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Amen

Neujahr 1.1. 2021

Neujahr, 1.1. 2021

Leseandacht von Pfarrer i. R. Manfred Kuhn  Musikstücke: Susanne Weingart-Fink

 

Im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Gott schenke Ihnen ein gutes neues Jahr 2021, seinen Segen und Schutz, Gesundheit und Frieden, Liebe und Barmherzigkeit.

Lied EG 61 Hilf, Herr Jesu, lass gelingen, hilf, das neue Jahr geht an; lass es neue Kräfte bringen, dass aufs neu ich wandeln kann. Neues Glück und neues Leben wollest du aus Gnaden geben.

 

Gebet: Herr, unser Gott, du bist Herr auch über die Zeit, alle Tage bist du bei uns. Danke für alle Kraft und Durchhilfe im vergangenen Jahr, für die Liebe und den Segen, den wir erfahren haben. Bitte behüte unser Leben und das unserer Angehörigen. Schenke uns aus deinem Wort Orientierung und Hoffnung und stärke unseren Glauben. Steh deiner Kirche bei, dass sie nicht schlapp macht, sondern dir treu dient und deinen Auftrag, das Evangelium weiterzutragen und Nächstenliebe zu praktizieren, erfüllt. Amen

Lied EG 64 Der du die Zeit in Händen hast, Herr, nimm auch dieses Jahres Last und wandle sie in Segen. Nun von dir selbst in Jesus Christ die Mitte fest gewiesen ist, führ uns dem Ziel entgegen.

 

Besinnung: Den Text zum Neujahrstag aus dem Philipperbrief, Kap. 4, 10-13, verknüpfe ich mit der Jahreslosung aus dem Lukasevangelium, Lukas 6,36:

Paulus schreibt: „Ich bin aber hocherfreut in dem Herrn, dass ihr wieder eifrig geworden seid, für mich zu sorgen; ihr wart zwar immer darauf bedacht, aber die Zeit hat’s nicht zugelassen. Ich sage das nicht, weil ich Mangel leide; denn ich habe gelernt, mir genügen zu lassen, wie’s mir auch geht. Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; mir ist alles und jedes vertraut: beides, satt sein und hungern, beides, Überfluss haben und Mangel leiden; ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.“
Paulus sitzt im Gefängnis, vermutlich in Rom, hat aber Kontakt nach draußen. Zu seiner großen Über-raschung erhält er im Gefängnis eine Gabe und Besuch aus der Gemeinde in Philippi. Das Geschenk wurde ihm durch Epaphroditus, ein Gemeindeglied aus Philippi, überbracht. Über diese Liebesgabe freut sich Paulus riesig „in dem Herrn“. Wie kann Paulus sich in dieser unsicheren Lage megamäßig freuen? Er erfährt ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit, Liebe und Wertschätzung, die nicht in Geld aufge-rechnet werden kann. Zeigt es doch, Paulus ist in seiner schwierigen Notlage nicht allein gelassen und vergessen. Das hat ihm gutgetan. Letztlich ist seine Freude in dem auferstandenen Christus verankert, der ihm vor Damaskus persönlich begegnet ist. Er bedankt sich bei den Philippern mit einem Brief der Freude, den Epaphroditus wiederum den Christen in Philippi überbringen soll.
Freude ist das 1. Stichwort dieses Textes.
Worüber freuen wir uns? Vielleicht auch über ein persönliches Geschenk, in dem Liebe und Zuneigung eingewickelt ist. Wir können auch anderen eine Freude bereiten mit einem Brief, einem Kartengruß, einem Geschenk, einem Anruf. Menschen, die unter der Isolation und Einsamkeit leiden, bedürfen neben der materiellen Versorgung ein Zeichen der Gemeinschaft und Verbundenheit. Wir sind als Nachfolger Jesu gefordert und können Freudenboten sein.
Das 2. Stichwort heißt Christusgenügsamkeit.
Paulus war in einer äußerst prekären Situation. Er wusste nicht, was die Zukunft ihm bringen wird. Wird er freikommen oder verurteilt werden? Trotzdem klagt und jammert Paulus nicht. Vielmehr weiß er Jesus bei sich. In der Schule und Nachfolge Jesu hat er die herrliche Freiheit der Kinder Gottes erfahren und Zufriedenheit gelernt. Wer in die Schule Jesu geht, der kann etwas. Paulus sagt: „Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; mir ist alles und jedes vertraut, beides, satt sein und hungern, beides, Überfluss haben und Mangelleiden.“ Eine wundersame Gelassenheit spricht aus diesen Worten. Das gipfelt dann in dem Satz: „Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.“
Das klingt nach „Wir schaffen das!“ und „Yes, we can!“ Allein Christus ist es, der Paulus die Kraft in jeder Lebenslage gibt. Paulus vertraut darauf, dass Christus ihn in aller Bedrängnis nicht allein lässt. Wer mit ihm verbunden ist, der vermag in jeder Lebens-situation getrost zu sein, weil er sich bei Jesus geborgen weiß. Christusgenügsamkeit heißt das Stichwort. Christus hat uns im vergangenen Jahr geholfen. Auch in diesem Jahr wird er uns Hilfe und Helfer schicken. Darauf können wir vertrauen.

Schlagen wir nun die Brücke zur Jahreslosung. Jesus Christus spricht: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“

Barmherzigkeit ist das 3. Stichwort. Erbarmen und Barmherzigkeit kommen in der Bibel unzählige Male vor. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter und die Geschichte vom barmherzigen Vater, der sich über die Heimkehr seines verlorenen Sohnes riesig freut, kennen wir alle. Ohne die Barmherzigkeit Gottes können wir einpacken, gibt es für uns keine Zukunft.
Barmherzigkeit ist gefragt. „Seid barmherzig“, hoffentlich ziehen wir diese Lehre auch aus der gefährlichen weltweiten Coronakrise. In unserem Land haben die Verrohung, die Gefühllosigkeit, die Aggressivität zugenommen. Mitgefühl, Mitleid, Einfühlungs-vermögen, ein barmherziger Umgang miteinander – oft Fehlanzeige. Viele können oder wollen sich nicht mehr in den Anderen hineindenken und hineinfühlen. Hier scheint eine Warnung von Jesus wahr zu werden: „Die Liebe wird in vielen erkalten!“ Lassen wir uns als Kinder Gottes von der Gnade und Barmherzigkeit Gottes zum barmherzigen Handeln motivieren. Barmherzigkeit beginnt damit, dass wir Augen und Ohren nicht verschließen, dass wir unsere Hände öffnen für die Menschen in unserem Umfeld, die Hilfe brauchen – oder unsere Zeit, weil die Einsamkeit sie bedrückt. Unsere Gesellschaft, in der bei vielen der Wohlstand bröckelt, hat Werke der Barmherzigkeit nötig. Das gilt aber auch für die Völker weltweit. Millionen Menschen hungern, Millionen sind auf der Flucht, Millionen werden verfolgt, Millionen leiden unter einer schlechten medizinischen Versorgung. Da bedarf es Zeichen und Werke der Barmherzigkeit, wie sie Missionswerke oder Hilfe für Brüder oder Brot für die Welt tun.
Nehmen wir diese Vorsätze mit ins neue Jahr: „Barmherzigkeit“, „Christusgenügsamkeit“. Wir können alles durch den, der uns mächtig macht: Christus, auch barmherzig zu sein. Das Ergebnis ist Freude. Der Geist Gottes wirke in uns, dass diese Vorsätze zur Tat werden.

Lied: NL +161 Ich verlass dich nicht, verlass dich drauf. Hab dich fest in meiner Hand.- Deine Schritte gehe ich mit dir. Ich will dich bewahrn, nicht mit Liebe sparn. Deine Schritte gehe ich mit dir. Gehst auf gutem Land, ich geb es in deine Hand.

Gebet: Lieber Herr und Gott, danke, dass du barmherzig mit uns umgehst und uns nicht auf unsere Vergehen und Sünden festlegst. Hilf uns, wie du barmherzig mit den Menschen umzugehen, die uns ärgern und stressen. Wir bitten dich um deinen Segen und Frieden im neuen Jahr für alle, die unserer Fürsorge anvertraut sind, für unsere Familie, für unsere Gemeinde, für uns selber. Wir bitten dich um Kraft, um in den Höhen und Tiefen unseres Lebens bestehen zu können, um Gesundheit, um ein gutes Miteinander. Bitte segne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Gruppen in unserer Gemeinde. Wirke durch deinen Geist, dass Menschen zum Glauben finden, sich an dein Wort halten, bereit sind, dir nachzufolgen und ihren Mitmenschen Gutes zu tun. Herr, unser Gott, du weißt um die Angst und Unsicherheit, die sich in dieser Krisenzeit auf die Herzen so vieler gelegt hat und alle Lebensfreude auszulöschen droht.
Herr, erbarme dich der Patienten in den Krankenhäusern, besonders auf den Intensivstationen, die um ihr Leben kämpfen. Schenke den Ärzten, Pflegekräften und Wissenschaftlern Weisheit und Durchhalte-vermögen. Hilf, dass diese Epidemie abschwillt. Herr, erbarme dich derer, die down sind und durch eine schwere Zeit gehen, bei denen Krankheit, Trauer oder andere Not drücken. Tröste sie, schenke ihnen neuen Mut zum Leben und dass sie liebe, verständnisvolle Menschen um sich haben. Wir bitten dich für die Familien und Eheleute, dass sie glücklich sind und ihre Liebe pflegen. Für die Alleinlebenden bitten wir, dass sie mit ihrem Leben klarkommen und gute Freunde haben. Wir bitten dich für deine Gemeinde, dass sie zusammenhält und ein jeder sich für den anderen verantwortlich weiß.
Herr, erbarme dich über uns Christen hier und auf der ganzen Erde: Stärke unseren Glauben, unsere Liebe, unsere Hoffnung. Gib uns den Mut, unser Leben an deinem Wort auszurichten. Mach uns zu Hoffnungsträgern und Lichtern in unserer Zeit. Für die Christen, die diskriminiert, bedroht und verfolgt werden, bitten wir um deinen Schutz und deine Hilfe.

Herr, erbarme dich der Menschen, die unter Krieg, Gewalt und Hunger leiden. Für alle Verantwortlichen in unserer Stadt Heilbronn, in unserem Staat, in der Wirtschaft und in den Medien bitten wir dich um Weisheit und Kraft, sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen. Vater unser

Lied EG 171 Bewahre uns, Gott, behüte uns Gott, sei mit uns auf unsern Wegen. Sei Quelle und Brot in Wüstennot, sei um uns mit deinem Segen.

 

Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden. Amen

Heilig Abend Gottesdienst zum Zuhören (2)

EG 27, 1 - 3, 6 Lobt Gott, Ihr Christen

EG 54, 1 - 3 Hört der Engel helle Lieder

NL 38, 1 - 4 Es wird nicht immer dunkel sein

EG 30, 1 - 3 Es ist ein Ros entsprungen

EG 44, 1 - 3 O du fröhliche