Aktuelles

 

Miteinander verbunden bleiben

 

Ab dem 17. Mai 2020 feiern wir sonntags um 10.30 Uhr
wieder Gottesdienst.


Auflagen für unsere Gottesdienste in der Corona-Zeit

- Die Gottesdienstdauer ist auf max. 35 Minuten beschränkt

- Es gilt ein 2-Meter-Abstand beim Betreten der Kirche, im Kirchenraum und beim Verlassen

- Die entsprechende Bestuhlung beschränkt die Besucherzahl auf 35 Einzelbesucher

- Beim Betreten und Verlassen der Kirche sind Mund und Nase zu bedecken

- Während des Gottesdienstes wird das Tragen eines Mund-Nasenschutzes empfohlen

- Verzichten müssen wir vorerst auf das gemeinsame Singen und auf Abendmahlsfeiern

- Wer mit Menschen, die unter Quarantäne stehen, Kontakt hatte oder selbst an Symptomen erkrankt ist,

  die auf Covid-19 hinweisen, ist gebeten, auf den Gottesdienstbesuch verzichten.

Für alle, die lieber zu Hause mitfeiern wollen, stellen wir sonntags weiterhin eine Leseandacht auf der homepage ein.

Gerne werfen wir Ihnen die Andacht auch in den Briefkasten. Bitte geben Sie dazu im Pfarramt Bescheid (Tel. 571485).

Für unsere Gruppen und Kreise ist noch RUHEZEIT.
Das Gemeindezentrum bleibt Mo.- Sa. bis auf Weiteres geschlossen.


      

Andachten

Exaudi

 Verbunden durch Liebe und Internet / Exaudi, 24. Mai 2020

GOTT sei mit dir: die Quelle der Liebe; die Gnade, die Mensch wird; die Kraft, die Leben schafft.

„Es geht aufwärts.“ Mit der Wirtschaft blüht der Lebensmut auf. Werden die Starken für die Schwachen zu Partnern werden? Wer wird, wenn die Erträge steigen, das Wohlergehen erhöhen, die Solidarität in Kraft setzen? Arbeit soll satt machen – Barmherzigkeit erhebt und Frieden vereint. Lernen wir von Christus, er spricht: „Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.“

♫ Komm, o komm, du Geist des Lebens, wahrer Gott von Ewigkeit, deine Kraft sei nicht vergebens,
sie erfüll uns jederzeit, so wird Geist und Licht und Schein in dem dunklen Herzen sein. EG 134

Gib in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand und Zucht, dass wir anders nichts beginnen als nur, was dein Wille sucht; dein Erkenntnis werde groß, und mach uns vom Irrtum los.

Ps 27 Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? EG 714
Sei getrost und unverzagt – harre des Herrn.

Gebet: Gott, Heiliger Geist, du entfaltest deine Liebe in der Vielfalt des Lebendigen. Wir aber geben deiner Liebe wenig Raum, tun einander weh und wälzen Schuld auf andere. Wende unsere Herzen zu dir, dass wir dir mit unserem Wollen und Können dienen.
Du rufst uns auf neue Wege, doch wir bleiben lieber stehen im Gewohnten. Wandle Erstarrung in Bewegung, Furcht in Vertrauen und Abgrenzung in Zuneigung. Amen.

Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, mein Bund, den sie gebrochen haben, ob ich gleich ihr Herr war; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will:
Ich will meine Weisung in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. Es wird keiner den andern lehren und sagen: „Erkenne den HERRN“, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. Jer 31, 31-34

War es ein Zeichen von Mut oder Hochmut, Wunschtraum oder Realitätssinn, dass jene Menschen, die an den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs glaubten, ihr Dasein und ihr politisches Ergehen von ihrem Gott her verstanden haben, der sie aus der Knechtschaft in die Freiheit geführt hat?
Wir Heutigen sehen den Lauf der Welt, ihr Wohlergehen wie ihre Gefährdung von Menschenhand gemacht. Wir selber sind verantwortlich für das, was wir technisch oder kriegerisch anrichten.
Israel jedoch sagt: Das Land, das uns ernährt, gehört unserem Gott. Die Regeln, nach denen wir leben, hat Gott uns gegeben. Weil wir Ausbeutung am eigenen Leib erlebt haben, sind wir verpflichtet, die Schwachen, Schutzlosen und Fremden würdevoll zu behandeln.

Doch die Alternative bleibt: man kann im Glauben demütig, aber auch hochmütig werden. Das Volk des Sinai-Bundes hatte seine Chance verspielt. Es war aus dem Land vertrieben worden, hat aber im Elend seinen Gott neu gefunden. Es erlebt die zweite Chance als Geburt zu neuem Leben. Neu an der Beziehung zu Gott ist, dass sie vom Äußeren ins Innere wächst. Der neue Bund bietet über Korn, Öl und Wein hinaus Einsicht und Einvernehmen: Gott pflanzt seine Weisung – kurz gesagt: sich selbst – in die Herzen der Gläubigen ein. Die Beziehung zu Gott erfüllt sich nicht im punktgenauen Gehorsam oder im Versuch, Gott zum Erfüllungsgehilfen eigener Wünsche zu machen, an Gott glauben heißt: Gott lieben. Und wen wundert’s? die Liebe gibt eine neue Chance.

Nutzen wir die Chance, die die Liebe uns öffnet? Um uns selbst, unsere Nachbarn im Haus Europa mit Achtung, Demut und Solidarität anzusehen, erst recht die armen Länder, die einen großen Teil unserer Konsumgüter herstellen? Das Corona-Virus hat die ganze Welt zur Vollbremsung gezwungen. Jetzt haben wir die Chance, Wege, Ziele, Gangart und Tempo des Lebens neu zu bestimmen.

♫ 

Die Erde ist des Herrn, geliehen ist der Stern, auf dem wir leben. EG 659
Drum sei zum Dienst bereit, gestundet ist die Zeit, die uns gegeben.
Gebrauche deine Kraft, denn wer was Neues schafft, der lässt uns hoffen.
Vertraue auf den Geist, der in die Zukunft weist. Gott hält sie offen.

Treuer Gott, erbarme dich derer, die aus der Corona-Krise als die Verlierer zurückbleiben. Ermutige sie, neu anzufangen; lass sie von den wirtschaftlich Starken Hilfe erlangen. Stärke auf der ganzen Welt Respekt und Solidarität. Hilf uns, denen beizustehen, die bei uns mit ihrem Alltag nicht zurechtkommen. Gib Weisheit allen, die das Land verwalten und regieren. Mit Zuversicht beten wir: Vater unser

♫ Lass deines guten Geistes Licht und dein hell glänzend Angesicht EG 389
erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnen unerschöpfter Güt,

Segen: GOTT segne dich und behüte dich;
GOTT lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden.

Lese GD Himmelfahrt

Predigt zum 21. Mai 2020 über Vatertag und Himmelfahrt

 

Christi Himmelfahrt

Wir feiern deine Himmelfahrt (Neue Lieder 216)

 

1. Wir feiern deine Himmelfahrt mit Danken und mit Loben. Gott hat sich machtvoll offenbart, das Kreuz zum Sieg erhoben.

Er sprach sein wunderbares Ja. Nun bist du immer für uns da, entgrenzt von Raum und Stunde.

 

2. Das Reich, in das du wiederkehrst, ist keine ferne Höhe. Der Himmel, dem du zugehörst, ist Herrschaft und ist Nähe.

Präg du uns ein, Herr Jesu Christ: Gott ist nicht, wo der Himmel ist; wo Gott ist, da ist Himmel.

 

3. Nimm uns in deinen Machtbereich, gib Kraft zu Tat und Leiden und mach uns deinem Wesen gleich im Wollen und Entscheiden.

Wir freuen uns, Herr Jesu Christ, dass da auch ein Stück Himmel ist, wo wir dein Wort bezeugen.

 

4. Du hast die Angst der Macht beraubt, das Maß der Welt verwandelt. Die wahre Macht hat nur, wer glaubt und aus dem Glauben handelt.

Wir danken dir, Herr Jesu Christ, dass dir die Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden.

 

5. Du trittst beim Vater für uns ein, auch wenn wir es nicht sehen. Trotz Widerspruch und Augenschein kann uns doch nichts geschehen,

was deinem Wort, Herr Jesu Christ, und deinem Sieg entgegen ist. Hilf uns darauf vertrauen.

 

6. Wenn diese Welt zu Ende geht, bewahre und errette, was deinem Namen untersteht. Bereite uns die Stätte

und hol uns heim, Herr Jesu Christ, dahin, wo du der König bist, der Friede ohne Ende.

 

Liebe Gemeinde,

die Rede von „Die Krise als Chance“ mag ich nicht so. Die Corona-Krise ist eine riesige

Belastung und wir müssen beten, dass sie bald vorbei ist. Aber auf eine mögliche Veränderung bin ich

gespannt: Ob der heutige Tag wieder mehr zum Himmelfahrtstag wird, nachdem die VatertagsBräuche heute ziemlich eingeschränkt sind. Das wäre zumindest nicht schlecht. Aber so weit liegen

Himmelfahrt und Vatertag ja gar nicht auseinander.

Christus ist an diesem Tag zu seinem Vater im Himmel zurückgekehrt. Der Himmel, das ist ja

nicht das Blaue, was da oben ist. Himmel in der Bibel ist dort, wo Gott an sich ist. Und dorthin, von

wo er kam, ist Christus zurückgekehrt - zu seinem Vater.

Diesen Ausdruck "Vater" für Gott muss man sehr ernst nehmen. Jesus hat Gott als "unseren

Vater im Himmel" bezeichnet. Wörtlich übersetzt müsste das Gebet sogar mit den Worten anfangen:

"Papa unser im Himmel". Jesus verwendet hier einen Kosenamen für Gott. Er meint damit wohl: Gott

ist keine ferne Macht, kein abstraktes Prinzip, kein Welten-Herrscher, sondern Gott ist zu den

Menschen wie ein Vater.

Wie ein guter Vater, muss man wohl genauer sagen, denn manchen wird es zu Recht schwer

fallen, Gott als Vater zu bezeichnen. Es ist ja eine berechtigte Anfrage der Frauen in der Theologie,

welches Bild von Gott gepflegt wird, wenn man ihn als Vater bezeichnet. Schwierig ist dieses Bild für

Gott gewiss für alle jene, die ihren Vater nur als Haustyrann vor Augen haben. Und was soll jemand

mit dem Begriff "Vater" für Gott anfangen, wenn der eigene Vater sich jeder Verantwortung entzogen

hat.

Wo das so ist, da ist es sicherlich keine Schmeichelei für Gott, wenn er als Vater bezeichnet

wird. Genauer gesagt: Das ist sogar eine Gefahr für den Glauben, wenn die Bilder für Gott in die

falsche Richtung führen. Wenn das Bild vom "Vater" aber so negativ besetzt ist, braucht man dann

dieses Bild von Gott als Vater überhaupt? Soll man noch sagen: Wir sind Kinder Gottes, des Vaters im

Himmel?

Nun, zuerst möchte ich darauf auch auf der Ebene des Bildes antworten: Kinder brauchen

Väter! Ich weiß, dass man diesen Satz nicht leichtfertig sagen darf. Schließlich gibt es genügend

Kinder, die nur bei der Mutter aufwachsen. Und vieles, was ich über die Bedeutung der Väter sage,

kann heute bestimmt auch von der Mutter übernommen werden, wo es nötig ist. Am Ende werden Sie

vielleicht sogar denken: Eigentlich sind ja Mütter die besseren Väter.

Aber bleiben wir vorläufig bei diesem Satz, der sich also nicht gegen alleinerziehende Frauen

richten soll, sondern zuerst einmal die Männer meint. Kinder brauchen Väter, die für sie da sind und

für sie sorgen, die sie beschützen und die auch mal mit ihnen spielen.

Mit dem Spielen ist das für manche Männer allerdings so eine Sache. An einem früheren

Wohnort hatte ich einmal einen Nachbarn, der an einem Samstagnachmittag vor meinem Fenster mit

seinem Sohn auf der Straße war. Er zeigte ihm dort, wie man das neue, ferngesteuerte Spielzeugauto

bedient. Ergebnis der Aktion war, dass er sich am Ende mit dem Zehnjährigen darum gestritten hat,

wer die Hebel auf der Funkfernsteuerung nun bedienen darf. Ich sage wohl nichts Neues, wenn ich

feststelle, dass Männer wirklich auch Kindsköpfe sein können! Kinder brauchen aber richtige Väter.

Eine klassische Aufgabe des Vaters ist es, dem Kind Möglichkeiten zu eröffnen und Grenzen zu

zeigen. Vater sein heißt, dem Kind Autorität sein, an der es sich reiben kann. Und zugleich muss der

Vater dem Kind deutlich machen, dass er immer für es da sein wird. So müsste wohl ein "richtiger"

Vater aussehen. Es ist nicht einfach, so zu sein.

Ein Blick in die Bibel zeigt, dass Väter wohl zu allen Zeiten schon Schwierigkeiten damit

hatten, richtige Väter zu sein, und dass manche daran auch gescheitert sind.

Über Adam als Vater wissen wir nur wenig. Aber wo ein Brudermord in der Familie vorkommt

wie bei Kain und Abel, dürfte auch unser Urteil über den Vater nicht sonderlich gut ausfallen. Adam -

da sehe ich das Bild eines schwachen Mannes, der nach dem Sündenfall die Verantwortung auf die

Frau schiebt: "Das Weib gab mir vom Baum" sagt er.

Seite 1

Seltsam schwach wirken auch viele andere Väter im Alten Testament: Isaak läßt sich vom

falschen Sohn den Segen abluchsen. Jakob - der große Stärke beim Kampf am Jabook zeigte - ist nicht

in der Lage, zu Hause für das Recht zu sorgen und seinen Sohn Josef vor den Brüdern zu schützen.

Und sein anderer Sohn Juda verweigert seiner Schwiegertochter Tamar ihr Recht.

Andere aus der Bibel wären noch zu nennen. Aber auch bei längerem Nachdenken habe ich

dort keinen fehlerfreien Vater gefunden. Vielleicht ist das ja auch gemeint, dass wir nicht von uns aus

"richtige Väter" sein können, sondern auch dabei auf die Gnade angewiesen sind, um mutig mit

unseren Fehlern Vater sein zu können.

Einer ist noch zu nennen, der häufig Vorbild war. Abraham, der auf Befehl Gottes zuerst seinen

Erstgeborenen Ismael in die Wüste schickte und der dann bereit war, seinen Erben Isaak auf dem Altar

Gott zu opfern. Ich werde nie den Mann vergessen, der mir einmal ausführlich schilderte, warum er

diese Geschichte nicht aushält. Sein Vater war Missionar geworden und hatte - unter Berufung auf

diese Geschichte von Abraham - seine Frau und das gemeinsame kleine Kind, eben den alten Mann,

der mir dies erzählte, alleine in Deutschland zurückgelassen. Im Glauben mag Abraham Vorbild sein,

als Vater sicherlich nicht.

Im Neuen Testament wird uns nur wenig von Vätern erzählt: Josef - ein Mann im Schatten der

Geschichte. Zebedäus - dessen zwei Söhne Jünger Jesu werden, und wir wissen nicht, wie er darauf

reagiert, dass seine Söhne ihn verlassen.

Eine wunderbare Geschichte von einem Vater gibt es in der Bibel, allerdings keine, die von der

Wirklichkeit handelt, sondern ein Gleichnis, das Jesus erzählt hat. Wir nennen es das Gleichnis vom

verlorenen Sohn, aber für mich ist es eher das Gleichnis vom großartigen Vater. Dessen Sohn will

endlich sein Erbe, um damit sein Glück in der Welt zu machen. Und dieser Vater hat die Größe,

seinem Sohn diesen Schritt in die Freiheit zu gestatten. Und, was noch erstaunlicher ist, er hat auch die

Güte, ihn wieder aufzunehmen, als der Sohn scheitert und "verloren" zurückkehrt.

Für mich ist nach diesem Blick in die Bibel klar, wie es zu verstehen ist, wenn Jesus Gott seinen

"Vater im Himmel" nennt. Jesus wollte damit nicht sagen: Gott ist wie die Väter auf der Erde, sondern

er hat uns damit gesagt, wie ein richtiger Vater zu seinen Kindern sein soll: gütig und fürsorglich. So ist

Gott - und so sollen auch wir Väter sein! Gott selbst, er ist zu uns, zu seinen Kindern, wie ein Vater

und wie eine Mutter. Christus ist zu ihm zurückgekehrt, aber Gott, unser Vater im Himmel ist immer

für uns da. Jeden Tag mit seiner Liebe und Treue.

Amen!

Jesus Christus herrscht als König (EG 123)

 

 

1) Jesus Christus herrscht als König,
alles wird ihm untertänig,
alles legt ihm Gott zu Fuß.
Aller Zunge soll bekennen,
Jesus sei der Herr zu nennen,
dem man Ehre geben muß.

2) Fürstentümer und Gewalten,
Mächte, die die Thronwacht halten,
geben ihm die Herrlichkeit;
alle Herrschaft dort im Himmel,
hier im irdischen Getümmel
ist zu seinem Dienst bereit.

3) Gott ist Herr, der Herr ist Einer,
und demselben gleichet keiner,
nur der Sohn, der ist ihm gleich;
dessen Stuhl ist unumstößlich,
dessen Leben unauflöslich,
dessen Reich ein ewig Reich.

4) Gleicher Macht und gleicher Ehren
sitzt er unter lichten Chören
über allen Cherubim;
in der Welt und Himmel Enden
hat er alles in den Händen,
denn der Vater gab es ihm.

6) Jesus Christus ist der Eine,
der gegründet die Gemeine,
die ihn ehrt als teures Haupt.
Er hat sie mit Blut erkaufet,
mit dem Geiste sie getaufet,
und sie lebet, weil sie glaubt.

Allmächtiger Vater im Himmel,

Du hast die Welt geschaffen und uns das Leben geschenkt.

Wir bitten dich um deine Treue in unserem Leben.

Bewahre und behüte uns.

Und wir bitten dich für die Menschen, mit denen wir zusammen leben

in unseren Häusern und Gemeinden und in der ganzen Welt.

Sei du ihnen wie uns ein himmlischer Vater

gnädig und treu, leidvoll und fürsorglich

und immer da

auch wenn wir dich nicht sehen.

 

Amen!

Komm und lobe den Herrn (Neue Lieder 169)

 

Komm und lobe den Herrn, meine Seele, sing, bete den König an. Sing wie niemals zuvor nur für ihn, und bete den König an.

1. Ein neuer Tag und ein neuer Morgen, und wieder bring ich dir mein Lob. Was heut vor mir liegt und was immer auch geschehn mag, lass mich noch singen, wenn der Abend kommt.

Komm und lobe den Herrn, meine Seele, sing, bete den König an. Sing wie niemals zuvor nur für ihn, und bete den König an.

2. Du liebst so sehr und vergibst geduldig, schenkst Gnade, Trost und Barmherzigkeit. Von deiner Güte will ich immer singen: zehntausend Gründe gibst du mir dafür.

Komm und lobe den Herrn, meine Seele, sing, bete den König an. Sing wie niemals zuvor nur für ihn, und bete den König an.

3. Und wenn am Ende die Kräfte schwinden, wenn meine Zeit dann gekommen ist, wird meine Seele dich weiter preisen, zehntausend Jahre und in Ewigkeit.

Komm und lobe den Herrn, meine Seele, sing, bete den König an. Sing wie niemals zuvor nur für ihn, und bete den König an. Bete den König an, bete den König an.

Rogate 17. Mai

Verbunden durch Liebe und Internet / Rogate, 17. Mai 2020, Pfrin. Anette Prinz

Eingangswort: Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes
und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit dir.

Sonntag Rogate. Betet! Beten heißt sich Gott zuwenden und mit ihm reden über alles, was mich beschäftigt. Beten heißt auch: sich für den Mitmenschen vor Gott einsetzen. Beten heißt: Gott um den Hals fallen, weil ich dankbar bin oder damit sich alles zum Guten wendet. Im Wort für diese Woche heißt es: „Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet.“ (Psalm 66,20)

Psalm 95 W+ 913
Kommt herzu, lasst uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsres Heils!
Lasst uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen!
Denn der HERR ist ein großer Gott und ein großer König über alle Götter.
Denn in seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Höhen der Berge sind auch sein.
Denn sein ist das Meer, und er hat‘s gemacht, und seine Hände haben das Trockene bereitet.
Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat.
Denn er ist unser Gott und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand.

Gebet Großer Gott, manchmal führst du unser Leben in große Höhen von Glück und Erfolg.
Lass uns dadurch nicht hochmütig werden. Und wenn uns Unglück, Ohnmacht oder Versagen
in Verzweiflung stürzen: Lass uns nicht darin verharren. Schütze uns vor bösen Gedanken, die die uns die Lust am Leben nehmen. In alle Bereiche unseres Lebens und Denkens reicht deine Macht. Leite uns durch die Höhen und Tiefen dieser Tage immer wieder hin zu dir. Stille.

  

♫ 1 Lobet den Herren alle, die ihn ehren; lasst uns mit Freuden seinem Namen singen EG 447
und Preis und Dank zu seinem Altar bringen. Lobet den Herren!
2 Der unser Leben, das er uns gegeben, in dieser Nacht so väterlich bedecket
und aus dem Schlaf uns fröhlich auferwecket: Lobet den Herren!
3 Dass unsre Sinnen wir noch brauchen können und Händ und Füße, Zung und
Lippen regen, das haben wir zu danken seinem Segen. Lobet den Herren!
7 Gib, dass wir heute, Herr, durch dein Geleite auf unsern Wegen unverhindert gehen
und überall in deiner Gnade stehen. Lobet den Herren!

Bibeltext: Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen und beten, damit sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.
Wenn du aber betest, so geh in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir's vergelten.
Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viele Worte machen. Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet. (Mt 6,5-8)

Damals zu Jesu Zeit war das also so: Man hat öffentlich gezeigt, wie fromm man ist und sich ein langes Gebet ausgedacht. Nach dem Motto: Um so länger, um so gewisser findet man bei Gott Gehör. Und Jesus sagt zu Beidem: „Nein, so stimmt es nicht. Niemand braucht beim Beten gesehen zu werden. Und viele Worte braucht ihr auch nicht zu machen. Gott weiß doch, was ihr nötig habt.
Heute haben wir eher das umgekehrte Problem: Vor anderen zugeben, dass zu meinem Leben das Beten dazu gehört, ist peinlich. Wer betet, gibt etwas von sich preis und zeigt sich -vor Gott und sich selbst als angewiesen und hilfsbedürftig. So etwas öffentlich zu tun ist uncool. Angewiesensein ist Schwäche und Bedürftigkeit zeigt man nicht. Obwohl doch jeder mal Hilfe braucht.
Und jeder weiß doch auch, wie gut es tut Gefühle wie Angst, Hoffnung, Freude oder Trauer teilen und mitteilen zu dürfen. Das kann ich aber nur bei einem Menschen, dem ich vertraue, jemand, der nicht ausnutzt, wenn ich mein Innerstes nach außen kehre.
Wer betet, sieht in Gott dieses verlässliche Gegenüber und hat in ihm einen Beistand, der mehr sieht als wir selbst im Moment des Gebets erkennen oder begreifen.
Für mich persönlich ist das Gebet ein Kraftraum. So wie ich ein reales Fitnessstudio in der Hoffnung betrete mir dort Kraft antrainieren zu können, betrete ich auch den Kraftraum des Gebets. spreche aus, was mich beschäftigt; befreie mich von Gedanken, die mich belasten. Das allein löst schon viel. In diesem Raum habe ich Zeit nachzudenken, mich zu konzentrieren, zu meditieren. Oder anders gesagt: Ich höre in mein Innerstes. Und hier wird Gott Kraft für mich spürbar. Je nachdem was mich bewegt, schenkt mir seine Kraft Mut oder Trost oder Ruhe. Und wenn ich ein Dankgebet spreche, spüre ich, wie sich mein Dank und meine Freude vertiefen.

Vielleicht gehörst du zu den die sagen: „Beten nutzt doch nichts!“ „Ich hab‘s probiert. Aber nichts ist anders geworden. Nichts habe ich gespürt.“ Dann denk nochmal an das Fitnessstudio. Du wirst kein Kraftprotz, wenn du es einmal in deinem Leben oder alle paar Monate mal betrittst. Du musst dran bleiben. Du muss üben. Das gilt auch fürs Beten. Auch die Kraft, die uns aus dem Gebet zuwachsen kann, baut sich nach und nach auf. Und sie bleibt, wenn du dran bleibst am Beten.

Jemand hat einmal gesagt: „Wer betet hat Wurzeln bei Gott“. Das klingt schön und verlässlich.
Mit jedem Gebet nähren wir diese Wurzeln neu. Das ist für mich der Grund, warum ich das Gebet nie lassen würde und was mich frei nach Paulus sagen lässt: „Ich schäme mich des Betens nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die stark macht alle, die daran glauben“.

♫ 1. Bist zu uns wie ein Vater, der sein Kind nie vergisst. Der trotz all seiner Größe W+ 8
immer ansprechbar ist. Refrain: Vater, unser Vater, alle Ehre deinem Namen.
Vater, unser Vater, bis ans Ende der Zeiten. Amen.
2. Deine Herrschaft soll kommen, das, was du willst, geschehn. Auf der Erde, im
Himmel sollen alle es sehn. …
3. Gib uns das, was wir brauchen, gib uns heut unser Brot. Und vergib uns den
Aufstand gegen dich und dein Gebot. …
4. Lehre uns, zu vergeben, so wie du uns vergibst. Lass uns treu zu dir stehen,
so wie du immer liebst. …
5. Nimm Gedanken des Zweifels und der Anfechtung fort. Mach uns frei von dem
Bösen durch dein mächtiges Wort. …
6. Deine Macht hat kein Ende, wir vertrauen darauf. Bist ein herrlicher Herrscher,
und dein Reich hört nie auf. …

 

Gebet
Wir bitten dich, gnädiger Gott: Hilf den Menschen, die mit dem Coronavirus überfordert sind.
Gib uns Kraft und Geduld, den Virus zu bekämpfen. Vieles macht uns jetzt Angst. Auch die Maskenpflicht, die nur erlaubt, die Augen eines anderen zu sehen und nicht sein wunderbares Lächeln. Bitte hilf den Menschen, die wegen des Virus viel aufgeben mussten: Ihre Hobbys, ihre Arbeit,
ihren gewohnten Alltag. Hilf denen, die jetzt alleine sind und Nähe und Zuneigung vermissen.
Behüte ganz besonders die alten und schwachen Menschen vor der Ansteckung
So schön wäre es, wenn wir bald wieder eine Kirche voller glücklicher und gesunder Menschen hätten, wenn wir uns wieder umarmen und tröstend die Hände geben könnten. Festhalten können wir uns an dir. Bleib uns zugewandt mit deiner Gnade, mit deinem Schutz, mit deiner Treue.
Vater unser

 

♫ Du bist mein Zufluchtsort. Ich berge mich in deiner Hand, denn du schützt mich, Herr. W+ 123
Wann immer mich Angst befällt, traue ich auf dich. Ja, ich trau auf dich, und ich sage:
„Ich bin stark in der Kraft meines Herrn.”

 

Segen: GOTT segne dich und behüte dich; Er lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig; Er bleibe dir zugewandt und gebe dir Frieden.

 

 

 

Kantate 10. Mai 2020

Verbunden durch Liebe und Internet / Kantate / Muttertag, 10. Mai 2020, Pfr. Koring

GOTT sei mit dir: die Quelle der Liebe; die Gnade, die Mensch wird; die Kraft, die Leben schafft.

Muttertag – ein Alibi, um 364mal die Mütterlichkeit vergessen zu dürfen? Nicht die Väterlichkeit, sondern eine fragwürdige Männlichkeit, die selber unmütterlich handelt, bildet den Gegenpol. Ob wir herstellen oder verbrauchen, verwalten oder regieren, es gilt, mütterlich und väterlich zu handeln. Das ist systemrelevant. Statt Ausbeutung und Artensterben, statt durch Hass und Habgier Tod zu verbreiten soll das Leben blühen. Dann „singen wir Gott ein neues Lied, denn er tut Wunder “ (Psalm 98).

Du, meine Seele, singe, (Psalmlied: EG 302)

    

1) Du meine Seele, singe, / wohlauf und singe schön
dem, welchem alle Dinge / zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben / hier preisen auf der Erd;
ich will Ihn herzlich loben, / solang ich leben werd.

2) Wohl dem, der einzig schauet / nach Jakobs Gott und Heil!
Wer dem sich anvertrauet, / der hat das beste Teil,
das höchste Gut erlesen, / den schönsten Schatz geliebt;
sein Herz und ganzes Wesen / bleibt ewig ungetrübt.

4) Hier sind die treuen Sinnen, / die niemand Unrecht tun,
all denen Gutes gönnen, / die in der Treu beruhn.
Gott hält sein Wort mit Freuden, / und was Er spricht, geschicht,
und wer Gewalt muß leiden, / den schützt Er im Gericht.

8) Ach ich bin viel zu wenig, / zu rühmen Seinen Ruhm;
der Herr allein ist König, / ich eine welke Blum.
Jedoch weil ich gehöre / gen Zion in Sein Zelt,
ist´s billig, daß ich mehre / Sein Lob vor aller Welt.

 

  Gebet: Gott, schaffe Heil, wo wir Unheil anrichten. Gedenke an deine Gnade und Treue.
Tag für Tag lässt du uns Deine Güte erfahren. Wir sind bewahrt geblieben.
Wir haben in kargen Tagen viel Schönes erlebt. Wir danken dir. Amen.

Bei den Leviten, die zu ihren Zimbeln, Psaltern und Harfen sangen, standen die Priester, die mit Trompeten bliesen. Es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken: „Gott ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig“ 2. Chr. 5, 14

Eine Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied; eine Gesellschaft so rücksichtsvoll, so verantwortungsbewusst, so engagiert wie ihre Bürger. Das ist die Lektion, die wir und alle Welt in diesem Jahr zu lernen haben. Vorsprung, Vorrecht, Vorteil - das allein hilft nicht zu leben. Gerade an den Schwachstellen, den Bruchstellen kommt es auf etwas anderes an: auf Güte und Erbarmen.
Es ist verführerisch einfach, die Welt in Gut und Böse einzuteilen. Die das tun, zählen sich selbst – wen wundert‘s – zu den Guten. Es spricht vieles dafür, dass dieses Sortieren schon im Ansatz, erst recht im Ergebnis böse ist. „Gott ist - in seiner Güte - groß“, das ist in Hass umgekehrt und zum Schlachtruf geworden. Dass die eigene Nation Vorrang habe und ‚groß zu machen’ sei, darin verrät sich der gleiche Wahnsinn.

Das Einteilen in Gut und Böse schafft Ungerechtigkeit und ermutigt zu Gewalttaten. Es macht Diskussion und Verständigung überflüssig, vor allem macht es Selbstprüfung unmöglich: Wie bin ich selbst? Ich sehe mich, wie ich sein möchte; andere erleben mich auch kantig und grantig, auch engherzig oder gleichgültig, sie kennen auch die Seiten, die nicht glänzen. Glanz und Schatten, wir sind beides. Schluss mit Einteilen. Manchmal verbündet sich das Sortieren in Gut und Böse mit religiös aufgeladenen Bildern: für die einen ist ein Platz im Himmel bereitet, während auf die anderen die Hölle wartet.

Wer so denkt, gibt Gott eine gütig lohnende und eine zornig strafende Hand. Dem widerspricht die Bibel; sie nennt Gott barmherzig und langmütig, geduldig und von großer Güte. D.h. vor allem, in allem, nach allem soll Güte walten. Im Kleinen wir im Großen kommt es auf Barmherzigkeit an.

In Gute und Erbarmen walten mütterliche Kräfte. Die Neugeborenen und die Sterbenden brauchen diese Mütterlichkeit, genauso die Schwerkranken, Trostbedürftigen, Verzweifelten – und die Gesunden, die Starken, die Genuss Verschlingenden - auch sie leben davon. Mütterlich sind zuerst und vor allem Frauen. Sie sind für alle Lebensbereiche systemrelevant.

Für eine Mutter gibt es nicht gute und schlechte Kinder; sie verteilt ihre Liebe nicht nach Leistung und Wohlgefallen. Gerade das Kind, das große Sorge bereitet, braucht Liebe, die mit den Problemen wächst. Liebe umgibt uns wie die Luft, die wir atmen. Jeder Mensch ist der Liebe würdig.
Denn die Quelle aller Liebe ist Gott. Der Liebe, die wir schenken, geht immer schon die Liebe voraus, die wir erfahren. Wir sind um Gottes willen Geliebte. Darum geht es, wenn wir Gott loben. Unsere Mütter bezeugen das „wie mit einem Mund.“

Was haben wir zuerst und zuletzt zu erwarten? Güte und Barmherzigkeit.
Was brauchen wir in Arbeit und Erfolg gleich wie in Ohnmacht und Existenzangst? Güte und Barmherzigkeit.

Ich sing dir mein Lied (Wwdl 56, Wochenlied)

♫ Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben. Die Töne, den Klang hast du mir gegeben
von Wachsen und Werden, von Himmel und Erde, du Quelle des Lebens, dir sing ich mein Lied.

Ich sing dir mein Lied, in Ihm klingt mein Leben. Die Tonart, den Takt hast du mir gegeben
von Nähe, die heil macht – wir können dich finden, du Wunder des Lebens. Dir sing ich mein Lied.

Ich sing dir mein Lied, in ihm klingt mein Leben. Die Töne den Klang hast du mir gegeben
von Zeichen der Hoffnung auf steinigen Wegen du Zukunft des Lebens. Dir sing ich mein Lied. (Wwdl 56)

Treuer Gott, erbarme dich derer, die in Angst und Trauer stecken und dich nicht loben können.

Bewahre uns davor, Wertschätzung, Wohlwollen, Hilfe abzumessen. Lass uns in allen Lebensbereichen dankbar und pfleglich umgehen mit Menschen, Tieren und Pflanzen. Hilf uns, der Ansteckung nicht allein durch Verbot zu wehren, sondern ebenso gewissenhaft wie gelassen uns gegenseitig zu schützen. Mit Dank und Freude beten wir: Vater unser

Gottes Segen behüte dich nun (Wwdl 146)

♫ Gottes Segen behüte dich nun, Gottes Frieden in all deinem Tun.
Geh gesegnet, getröstet, gestärkt und geliebt, in der Freude die Gott dir heut gibt.

Segen: GOTT segne dich und behüte dich; GOTT lasse sein Angesicht leuchten über dir
und sei dir gnädig; GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden.

Jubilate-3.Mai

Verbunden durch Liebe und Internet / Jubilate, 3.Mai 2020, Pfrin. Anette Prinz

 

GOTT sei mit dir: die Quelle der Liebe; die Gnade, die Mensch wird; die Kraft, die Leben schafft.

Sonntag Jubilate. Der Osterjubel geht immer noch um die Welt. Allem zum Trotz, was uns düster aufs Gemüt schlägt. Wir denken noch einmal an die Freude über die Auferstehung und das neue Leben, das Gott für uns geschaffen hat: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur;
das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
(2. Kor 5,17)

♫ 1. Die ganze Welt, Herr Jesu Christ, Halleluja, Halleluja, EG 110
in deiner Urständ fröhlich ist. Halleluja, Halleluja.
2. Das himmlisch Heer im Himmel singt, Halleluja, Halleluja,
die Christenheit auf Erden klingt. Halleluja, Halleluja.
5. Der Sonnenschein jetzt kommt herein, Halleluja, Halleluja,
und gibt der Welt ein' neuen Schein. Halleluja, Halleluja.

 

Ps 66 Jauchzet Gott, alle Lande.
Lobsinget zu Ehren seines Namens, rühmet ihn herrlich. WWL 904
Sprecht zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke.
Deine Feinde müssen sich beugen vor deiner großen Macht.
Kommt her und sehet an die Werke Gottes.
der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.
Er herrscht mit seiner Gewalt ewiglich. Seine Augen schauen auf die Völker.
Lobet ihr Völker, unseren Gott, lasst seinen Rum weit erschallen.
Der unsere Seelen am Leben erhält und lässt unsere Füße nicht gleiten.

Gebet Lebendiger Gott, am Morgen weckt uns der Jubel der Vögel. Deine Schöpfung hat ein
neues, farbenprächtiges Kleid angelegt. Erneuere auch uns in deinem Geist. Vertreib die Schatten aus unserer Seele und füll unsere Tage mit dem Glanz deiner Liebe. Stille.

 

Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater der Weingärtner. Eine jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, wird er wegnehmen; und eine jede, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringe.3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Johannes 15,1-4

Ein schöner Gedanke: Gott, der Weingärtner. Gott der sich kümmert um seine Pflanzen. Sie hegt und pflegt. Zu jeder Jahreszeit gibt es im Weinberg etwas anderes zu tun. Aber es geht nicht allein um sein Kümmern. Es geht um den Ertrag; um die Frucht, die wir bringen. Die gibt es, wenn wir in Kontakt bleiben mit ihm, wenn die Bindung nicht abreißt, wenn der Weinstock uns nährt. Wie also in Verbindung bleiben mit Gott, so dass die Freude über die Auferstehung sich auch in unserem Alltag wiederfinden lässt? Auf Gottes Wort hören. Dem lebendigen Christus glauben. In seinem Geist denken, leben, handeln. Der neue Mensch in Christus achtet die Schöpfung Gottes: die Würde jedes Mitmenschen, das Lebensrecht jedes Tieres, den Lebensraum der Natur. So schwer die Corona-Krise uns bedrängt, die Natur atmet auf, die Tierwelt erholt sich. Auch wir sehen den
Himmel blauer. Das wäre eine Frucht im Sinne unseres Schöpfers: über diese Erkenntnis nicht einfach hinweggehen, sondern sie fruchtbar machen für unser Fortleben auf der Erde.

♫ 1. Gott gab uns Atem, damit wir leben. Er gab uns Augen, dass wir uns sehn. EG 432
//:Gott hat uns diese Erde gegeben, dass wir auf ihr die Zeit bestehn. ://
2. Gott gab uns Ohren, damit wir hören. Er gab uns Worte, dass wir verstehn.
//:Gott will nicht diese Erde zerstören. Er schuf sie gut, er schuf sie schön. ://
3. Gott gab uns Hände, damit wir handeln. Er gab uns Füße, dass wir fest stehn.
//:Gott will mit uns die Erde verwandeln. Wir können neu ins Leben gehn. ://

Gebet Gott, unser Schöpfer, die Verbindung zu dir schenkt uns ein lebenswertes Leben. Wir
bitten dich, dass du uns und alle Menschen begleitest, die diese Verbindung dringend brauchen. Lass uns achthaben darauf, dass du uns eingebunden hast in das Ganze deiner Schöpfung. Und hüte in diesen Zeiten der Kontaktsperren unsere innere Verbindung zueinander. Vater unser

Dass Erde und Himmel dir blühen, dass Freude sei größer als Mühen. EG 569
Dass Zeit auch für Wunder, für Wunder dir bleib und Frieden für Seele und Leib.

SSegen: GOTT segne dich und behüte dich; GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden.

   

 

Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren (EG 279, nach Psalm 66)

Text: Matthias Jorissen 1798  Melodie: Guillaume Franc 1543 / Loys Bourgeois 1551

1) Jauchzt, alle Lande, Gott zu Ehren, rühmt seines Namens Herrlichkeit,
und feierlich ihn zu verklären, sei Stimm und Saite ihm geweiht.
Sprecht: Wunderbar sind deine Werke, o Gott, die du hervorgebracht;
auch Feinde fühlen deine Stärke und zittern, Herr, vor deiner Macht.

4) Rühmt, Völker, unsern Gott; lobsinget, jauchzt ihm, der uns sich offenbart,
der uns vom Tod zum Leben bringet, vor Straucheln unsern Fuß bewahrt.
Du läuterst uns durch heißes Leiden, wie Silber rein wird in der Glut,
durch Leiden führst du uns zu Freuden;ja alles, was du tust, ist gut.

7) Die ihr Gott fürchtet, ich erzähle: kommt, hört und betet mit mir an!
Hört, was der Herr an meiner Seele für große Dinge hat getan.
Rief ich ihn an mit meinem Munde, wenn Not von allen Seite drang,
so war oft zu derselben Stunde auf meiner Zung ein Lobgesang.

8) Gelobt sei Gott und hochgepriesen, denn mein Gebet verwirft er nicht;
er hat noch nie mich abgewiesen und ist in Finsternis mein Licht.
Zwar elend, dürftig bin ich immer und schutzlos unter Feinden hier;
doch er, der Herr, verlässt mich nimmer, wendt seine Güte nie von mir.

 

 

Misericordis Domini Sonntagsandacht 26.04.

Verbunden durch Liebe und Internet / zum Guten Hirten, 26. April 2020, Pfr. Ulrich Koring

GOTT sei mit dir: die Quelle der Liebe; die Gnade, die Mensch wird; die Kraft, die Leben schafft.

Prüfungen öffnen Türen zur Zukunft. Die Prüfungsjahrgänge haben Vorrang. Wie wir zukunftstauglich leben, das werden wir noch einige Monate einüben. Vorbild ist uns Christus; er spricht: „Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, ich kenne sie und sie folgen mir; ich gebe ihnen das ewige Leben.“

♫ Du bist der Weg und die Wahrheit und das Leben, wer dir Vertrauen schenkt, EG 619
für den bis du das Licht. Du willst ihn leiten und ihm wahres Leben geben,
ewiges Leben, wie dein Wort es verspricht.
Der Hirte bist du dem, den Lebensangst verwirrt, begleitest ihn nach Haus, dass er sich nicht verirrt.

Ps 23 Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. EG 711
Er weidet mich auf grüner Aue und führt mich zum frischen Wasser.
Er erquickt meine Seele. Er führt mich auf rechter Straße
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir.
Du deckst mir den Tisch inmitten vieler Widrigkeiten.
Du salbst mein Haupt mit Öl und schenkst mir voll ein.
Barmherzigkeit wird mir folgen mein Leben lang, bei dir werde ich bleiben immerdar.

1. Der Herr ist mein getreuer Hirt, hält mich in seiner Hute, darin mir gar nicht mangeln wird jemals an einem Gute. Er weidet mich ohn Unterlass, da aufwächst das wohlschmeckend Gras seines heilsamen Wortes.

2. Zum reinen Wasser er mich weist, das mich erquickt so gute, das ist sein werter Heilger Geist, der mich macht wohlgemute; er führet mich auf rechter Straß in seim Gebot ohn Unterlass um seines Namens willen.

3. Ob ich wandert im finstern Tal, fürcht ich doch kein Unglücke in Leid, Verfolgung und Trübsal, in dieser Welte Tücke: denn du bist bei mir stetiglich, dein Stab und Stecken trösten mich, auf dein Wort ich mich lasse.

5. Gutes und viel Barmherzigkeit folgen mir nach im Leben, und ich werd bleiben allezeit im Haus des Herren eben auf Erd in der christlichen G'mein, und nach dem Tode werd ich sein bei Christus, meinem Herren.

EG 274, Wochenlied (Johann Walter)

Gebet: Gott, unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir.
Wir suchen bei dir Hilfe und Trost - heile, was verwundet ist. Gib uns Halt in Bedrängnis und Mut
in unseren Aufgaben. Halte uns treu bei dir - und bei denen, die uns brauchen. Sei mit uns auf
allen Wegen. Du bist das Licht in der Dunkelheit, das rettende Ufer im Sturm. Amen.

Christus hat für euch gelitten und euch ein Vorbild hinterlassen, dass ihr nachfolgt seinen Fußstapfen;
er, der keine Sünde getan hat und in dessen Mund sich kein Betrug fand; der, als er geschmäht wurde, die Schmähung nicht erwiderte, nicht drohte, als er litt, es aber dem anheimstellte, der gerecht richtet; der unsre Sünden selbst hinaufgetragen hat an seinem Leibe auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, gerecht leben. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Denn ihr wart wie irrende Schafe; aber ihr seid nun umgekehrt zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen. 1.Petrus 2,21-25

Leben heißt nachfolgen, in der Spur der Erfahrung anderer eigene Schritte tun. Ein gutes Vorbild ist viel Wert. „Schau, was ich tue, nun mach’s genauso“ – doch das ist leichter gesagt als getan. Wenn wir nur immer wüssten, was richtig ist und wie wir es anstellen sollen, gerecht zu leben – in der Routine des Alltags, entgegen der Macht der Gewohnheit, im Dickicht der Abhängigkeiten, innerhalb der Grenzen der eigenen Möglichkeiten. Wie das Gerechte tun, wenn gegensätzliche Interessen aufeinanderprallen? Wie gerecht reden oder schweigen, wenn uns Unrecht geschieht?
Wenn etwas richtig werden soll, wenn Gebeugte aufgerichtet und Schwache gestärkt werden, sind Umsicht nötig und Sinn für die Besonderheit des Einzelfalls. Was dem ‚Richtigen‘ im Wege steht, lässt sich in eine dreifache Mahnung fassen: widerstehe der Versuchung, Geld und Gut, Selbstgefälligkeit und Machtmissbrauch zu verherrlichen. Jesus hat dieser Versuchung widerstanden, er blieb ‚ohne Sünde‘.

Gerecht bin ich nicht für mich selbst, sondern zugewandt zu anderen. Gerecht leben geschieht in Beziehung und in Solidarität. Gott handelt an mir gerecht, indem er mir sagt: ich rufe dich bei deinem Namen, ich erlöse dich, du gehörst zu mir, ich will zu dir gehören. Vor Gott muss ich mich nicht selbst behaupten, ich darf zu ihm kommen: umkehren vom Vernarrtsein in mich selbst hin zum ‚Bischof unserer Seelen‘. Er hat auf uns Acht; er pflegt uns, so dass die Wunden, die das Leben uns schlug, heilen; er achtet darauf, dass wir uns keiner Illusion hingeben oder von Angst gefangen nehmen lassen. Bei ihm erlangen wir „erneuerbares“ Leben. Wohl uns dank diesem Vorbild! Wohl uns in seiner Nachfolge!

♫ Lass mich, o Herr, in allen Dingen auf deinen Willen sehn und dir mich weihn … EG 414
Gib meinem Glauben Mut und Stärke, und lass ihn in der Liebe tätig sein,
dass man an seinen Früchten merke, er sein kein eitler Traum und falscher Wahn …
Gib Furcht und Demut, wann du mich beglückst; Geduld und Trost, wann Du mir Trübsal schickst.

Treuer Gott, erbarme dich derer, die Unrecht und Gewalt leiden, der Heimatlosen, der Missbrauchten, der Ausgebeuteten. Im Kampf gegen die Pandemie haben Millionen Menschen ihre Arbeit verloren, ermutige sie, neu anzufangen; lass sie durch kluge politische Regelungen Hilfe erlangen.
Lass uns stark werden durch Zusammenhalt und Mitgefühl, Hilf uns, denen beizustehen, die mit ihrem Alltag nicht allein zurechtkommen. Stärke die Pflegenden, gib Weisheit allen, die in Verwaltung und Poli
tik unser Leben schützen. Mit Dank, mit Demut, mit Zuversicht beten wir: Vater unser

Meine Hoffnung und meine Freude, meine Stärke, mein Licht,
Christus meine Zuversicht, auf dich vertrau ich und fürcht‘ mich nicht. EG 576

Segen: GOTT segne dich und behüte dich;
GOTT lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
GOTT schaue liebend zu dir hin und gebe dir Frieden.

 

1. Wenn die Last der Welt dir zu schaffen macht, hört er dein Gebet.
Wenn dich Furcht befällt vor der langen Nacht, hört er dein Gebet.

Refrain: Er hört dein Gebet, hört auf dein Gebet.
Er versteht was sein Kind bewegt, Gott hört dein Gebet.

2. Wenn du kraftlos bist und verzweifelt weinst, hört er dein Gebet.
Wenn du ängstlich bist und dich selbst verneinst, hört er dein Gebet.

Refrain: Er hört....

EG 618 (Christoph Zehendner)